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Julian Nagelsmann ist der erste Bundesligatrainer unter 30. Nach dem Rücktritt von Huub Stevens hat er die TSG Hoffenheim vorzeitig als Cheftrainer übernommen, und das mit 28 Jahren. Jeder Einzelne von uns, aber auch die Businesswelt können jetzt schon von Julian Nagelsmann lernen.

Was die Businesswelt vom jüngsten Bundesligatrainer aller Zeiten lernen kannDie TSG Hoffenheim ist dieses Jahr akkut vom Abstieg bedroht. Der vorletzte Tabellenplatz und ein doch schon stattliche Punkterückstand auf einen Nicht-Relegationsplatz. Es gibt sicherlich bessere Voraussetzungen sein Debüt als Cheftrainer zu geben. Julian Nagelsmann hat gleich zu Beginn seiner Karriere schon eine extreme Verantwortung, nämich den Abstieg zu verhindern. Und das ohne Erfahrung als Cheftrainer und ohne Erfahrung im Abstiegskampf. Dennoch hat Nagelsmann ohne zu zögern den Trainerposten angenommen. Steigt er mit der TSG ab, könnte seine Trainerkarriere schon früh verbrennen. Dennoch stellt er sich der Herausforderung. Da stellt sich doch die Frage, warum? Die Antwort ist relativ einfach: Weil er es sich zutraut.

Nagelsmann und der Glaube an die eigene Stärke

Julian Nagelsmann sind die ganzen Diskussionen um sein Alter egal. Er weiß, dass er gut ist und dass er der Mannschaft helfen kann. Nagelsmann hat ein äußerst starkes Selbstvertrauen, dass Ängste und Zweifel erst gar nicht aufkommen lässt. Die wenigsten Menschen würden, wenn sie ehrlich zu sich selbst sind, eine so risikobehaftete Jobposition annehmen – könnte doch die eigene Karriere bei einem Scheitern einen herben Knick erlangen. Nagelsmann ist mental stark, das zeigt sein ganzes Auftreten. Er wird sich über ein eventuelles Scheitern überhaupt keine Gedanken machen, solche Negativ-Gedanken überhaupt gar nicht in seinen Kopf lassen. Zu überzeugt ist er von sich und seinen Fähigkeiten.

Was kann jeder Einzelne von Nagelsmann lernen?

Die meisten Menschen scheitern nicht an Ihrem Talent, sondern an dem Glauben an sich selbst. Die wenigsten Menschen haben den Mut etwas zu riskieren. Alles ist gut, solange die Wahrscheinlichkeit, dass etwas negativ ausgeht, so niedrig wie möglich ist. Hierbei handelt es sich um die so genannten Sicherheitsmenschen. Wer erfolgreich sein will, muss jedoch etwas riskieren. Ohne einen starken Glauben an sich selbst, geht das nicht. Wer wirklich gewinnen will muss eben auch bereit sein alles zu verlieren. Nagelsmann weiß das und ist bereit zu verlieren. Selbst wenn er in Hoffenheim scheitert, wird er daran nicht zerbrechen. Denn er wird sein absolut Bestes geben. Sein Fokus, also die Einstellung zu seiner Tätigkeit, wird ihm helfen, erfolgreich zu sein.

Was kann die Businesswelt von Nagelsmann lernen?

Nagelsmann ist mit seinen 28 Jahren Cheftrainer und somit eine absolute Führungsperson. Er ist jünger als das Durchschnittsalter seiner Mannschaft, dennoch wird er als Führungspersönlichkeit angesehen und respektiert. Der Vereinsführung ist ein großes Kompliment zu machen, einem so jungen Trainer in solch einer sportlichen Situation das Vertrauen auszusprechen. Vielleicht wird auf die Unbeschwertheit seines Alters gesetzt oder darauf, dass er von je her mit einem außergewöhnlichen Selbstvertrauen agiert. Fakt ist: Der Verein vertraut ihm. Es zählen Kompetenzen und Überzeugungen – das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Unternehmen können sich ein Beispiel an der TSG Hoffenheim nehmen. Auch junge Menschen haben das Potenzial ein Team zu führen. Ein Blick in die Praxis zeigt, dass Führungskräfte durchschnittlich mittleren Alters sind. Dem muss aber nicht so sein. Nagelsmann ist sich seiner Sache absolut sicher und es ist alles andere als abwägig, dass er mit der TSG Hoffenheim den schon fast unmöglich erscheinenden Klassenerhalt schafft. Huub Stevens hat die Kehrtwende mit all seiner Erfahrung nicht geschafft, wieso soll der Erfolg also abhängig von der Erfahrung sein?


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