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Nico Rosberg hat sich in einem packenden Saisonfinale in Abu Dhabi zum Weltmeister gekrönt und feiert damit seinen ersten Weltmeistertitel. Das Finale hätte spannender kaum sein können, aber Rosberg trotzte den Psychospielchen des Teamkollegen und WM-Rivalen Lewis Hamilton. Diesen Titel hat Rosberg sich mehr als verdient und ist auf seine mentale Entwicklung zurückzuführen, von der jeder von uns lernen kann.

Bereits vier Rennen von Saisonschluss war klar: Drei zweite Plätze und ein Dritter reichen aus, um Weltmeister zu werden. Nico Rosberg konnte den Titel eigentlich nicht mehr verlieren, in Wirklichkeit konnte er jedoch besonders unter diesen Voraussetzungen alles verlieren. Rosberg ist trotz des großen Vorsprungs ruhig geblieben und hat sich an jedem Rennwochenende aufs Neue konzentriert und fokussiert. Aber der Erfolg kommt nicht von ungefähr.

Nico Rosberg feiert seinen ersten Weltmeistertitel - Mentale Stärke als Schlüssel zum Erfolg

Fokussiert auf das, was unmittelbar vor ihm liegt und das große Ganze ausblenden

Den Titel einfach entspannt nach Hause fahren, indem er sich darauf konzentriert immer nur Zweiter zu werden? Das hätte er sicher machen können, aber genau dann hätte er wahrscheinlich auch die Weltmeisterschaft verloren. Rosberg hat sich immer nur auf das nächste Rennen konzentriert. Sein Ziel: Gewinnen. Er hat sich diesen ganzen Rechnenspielen gar nicht erst hingegeben und hat sich immer nur auf den nächsten Schritt fokussiert. Das übergeordnete Ziel Weltmeister zu werden hat er dabei mental völlig ausgeblendet. Auch heute, im letzten Rennen der Saison – Sein Ziel war es nicht als Zweiter oder Dritter das Ziel zu erreichen. Sein Ziel war es zu gewinnen. Das mutige Überholmanöver gegen Max Verstappen hat das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hätte er versucht auf Ergebnis zu fahren, hätte er zwangsläufig nicht sein volles Leistungsvermögen abrufen können. Für unseren Kopf ist es ein riesen Unterschied, ob wir ein Rennen gewinnen wollen oder nur Zweiter werden wollen – Und eben dieser Unterschied wirkt sich dann auf die eigene Leistung aus.


Was können Sie daraus lernen?

  • Konzentrieren Sie sich auf das, was unmittelbar vor Ihnen liegt.
  • Geben Sie immer 100 %. Selbst 99 % können dazu führen, dass Sie nicht das gewünschte Ziel erreichen.
  • Glauben Sie daran, dass sich jeder einzelne Schritt Stück für Stück Ihrem großen Ziel nähern wird.

Das so wichtige Spiel mit den Ergebniszielen und den Handlungszielen

Rosberg hat es geschafft, dass große Ziel Weltmeister zu werden mental völlig auszublenden. Im Spitzensport ist immer die Rede von Ergebniszielen und Handlungszielen. „Weltmeister werden“ ist ein Ergebnisziel und Ergebnisziele führen zu mentalen Drucksituationen, die uns in unserer kompletten Handlungsfreiheit bremsen. Mit jeder Situation, die uns von unserem eigentlichen Ergebnis entfernt, wird der mentale Druck stärker. Am Ende kommt dann noch die Angst dazu, das Ergebnis gar nicht zu erreichen. Und was ist? Wir können unsere Leistung nicht mehr abrufen.

Handlungsziele hingegen zeigen uns auf, wie wir etwas erreichen wollen. Spitzensportler, wie Nico Rosberg, fokussieren sich so intensiv auf die Handlungsziele, dass sie damit das Ergebnis, in diesem Falle Weltmeister zu werden, mental völlig in den Hintergrund stellen. Und genau auf diese Weise entsteht kein mentaler Druck, denn es ist ein Plan da. Ein Plan, den wir durch unsere eigenen Handlungen erreichen können. Auch als Lewis Hamilton angefangen hat, das Renntempo zu reduzieren, damit Max Verstappen und Sebastian Vettel an Rosberg herankommen, hat Nico Rosberg diese Situation mental perfekt gemeistert. Er hat sich auf sich konzentriert und darauf, in jeder Runde sein absolut Bestes zu geben. Und sein Kopf war frei, um sich in dieser heißen Phase des Rennens auf seine absolut beste Leistung zu konzentrieren – Das Ziel Weltmeister zu werden war dabei in weiter Ferne, zumindest mental. Und am Ende war es dann da, der Weltmeistertitel.


Was können Sie daraus lernen?

  • Setzen Sie sich in einem ersten Schritt überhaupt erst einmal Ziele und schreiben Sie diese auf. Wer meint sich seine Ziele merken zu können und sie im Kopf zu haben, der hat keine Ziele. Ein Ziel ist immer schriftlich!
  • Formulieren Sie Ergebnisziele, machen Sie aber nicht den Fehler und fokussieren Sie sich ausschliesslich darauf.
  • Formulieren Sie Handlungsziele. Machen Sie sich Gedanken darüber, mit welchen konkreten Handlungen Sie Ihre Ergebnisziele herbeiführen können.
  • Konzentrieren Sie sich im Anschluss ausschliesslich auf die formulierten Handlungsziele. Über das Ergebnisziel müssen Sie nicht mehr nachdenken, denn Ihre formulierten Handlungsziele führen ja genau dort hin!


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