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Schlägt es Ihnen vielleicht auf den Magen, wenn Sie kritisiert werden? Haben Sie Schuldgefühle, wenn Sie jemandem eine Bitte ausschlagen? Dann kennen Sie die Macht Ihres Unterbewusstseins. Die Wenigsten wissen jedoch, welche Rolle unser Unterbewusstsein überhaupt spielt und wie es funktioniert. Spitzensportler faszinieren uns immer wieder. Wie sie in Drucksituationen über sich hinauswachsen, ihre beste Leistung abrufen oder nach herben Niederlagen noch besser wieder zurückkehren. Spitzensportler machen dabei nichts anderes, als ihr Unterbewusstsein mit erfolgreichen Denkmustern zu versehen – Etwas, das eigentlich jeder von uns kann – wenn er denn will.

Unsere Reaktionen werden vom Unterbewusstsein gesteuert

Verpassen Sie Ihrem Unterbewusstsein ein erfolgreiches UpdateVergleichen Sie Ihr Unterbewusstsein mit einer Schaltplatte. Wenn wir geboren werden ist diese Schaltplatte leer und sie gleicht einer Kunststoffplatte ohne Rillen. Von unserem ersten Tag an hat sich jedes Wort, das wir hörten, jede Erfahrung die wir machten wie eine Rille in die Kunststoffplatte geritzt. Je öfter wir etwas gehört oder erlebt haben, je intensiver und schmerzlicher das war, umso tiefer wurden diese Rillen. Dabei ist völlig egal, ob diese Informationen zutreffend oder unzutreffend, gesund oder ungesund, hilfreich oder schädlich sind. Unser Unterbewusstsein führt einfach nur die Befehle aus, die wir ihm geben – ohne wenn und aber. All unsere Reaktionen werden von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Wann immer bei uns im Kopf ein bestimmter Knopf gedrückt wird, spult es das dafür angelegte Gefühls- und Verhaltensmuster ab.

Spitzensportler haben erfolgreiche Verhaltensmuster abgelegt

Gute Sportler können oftmals in entscheidenden Situationen unter Druck ihre Leistung nicht abrufen – Spitzensportler hingegen schaffen es in genau den gleichen Situationen ihre absolut beste Leistung abzurufen. Wie ist das möglich? Einzig und allein die abgelegten Verhaltensmuster unter Drucksituationen sind hierfür entscheidend. Spitzensportler haben erfolgreiche Muster, die breite Masse hingegen hat erfolglose Muster, die zumeist schon in früher Kindheit entstehen. Ein ganz einfaches Beispiel: Eine Mutter sagt zu Ihrem Kind: „Du bist zu dumm für Mathe“. Das Kind glaubt das, was seine Mutter sagt. Jedes Mal wenn es etwas in Mathe nicht versteht, sucht das Unterbewusstsein die Bestätigung, dass es zu dumm für Mathe ist. Wird aus Versehen mal eine 5 in einer Arbeit geschrieben ist die Gewissheit da. Zu dumm für Mathe. Wann immer dieses Kind mit Mathematik in Berührung kommen wird, wird es die Finger davon lassen, denn das Unterbewusstsein sagt ganz klar: Du bist zu dumm dafür. Obwohl es eigentlich gar nicht stimmt.

Negative Denkmuster entstehen aus negativen Erlebnissen. Spitzensportler versuchen immer und immer wieder auch negativen Erlebnissen etwas Gutes abzugewinnen, um daraus positive Denkmuster im Unterbewusstsein entstehen zu lassen. Entscheidend dafür ist der Fokus, den Sie den Dingen geben. Viele Menschen sehen in schwierigen Situationen das Versagen schon voraus, entwickeln Ängste und fangen an, an sich zu Zweifeln. Deren Unterbewusstsein wird negative Verhaltensmuster abspulen. Das Resultat ist Misserfolg. Spitzensportler sehen in schwierigen Situationen Herausforderungen. Keine Bedrohung, sondern eine Chance. Sie haben Ihren Kopf so trainiert, dass bei dem Signal „schwierige Situationen“ erfolgreiche Verhaltensmuster abgespielt werden. Nämlich über sich hinauszuwachsen, seine absolut beste Leistung abzurufen.

Wie Sie Ihrem Unterbewusstsein ein Update verpassen

Jeder von uns kann sein Unterbewusstsein updaten. Sie können ihre negativen Verhaltensmuster im Unterbewusstsein gegen positive, erfolgreiche Muster austauschen. Und zwar mit gezieltem mentalen Training.

1 – Ändern sie Ihren Fokus

Geben Sie den Dingen des Lebens eine neue Bedeutung. Allen voran Niederlagen. Die meisten Menschen haben Angst zu verlieren, sehen in Niederlagen eine Bedrohung. Spitzensportler verlieren nicht. Sie lernen hinzu. Sie nutzen jede einzelne Niederlage, um besser zu werden. Natürlich wollen sie gewinnen, aber sie wissen, dass wenn sie verlieren, es auch ein Gewinn ist. Für das Unterbewusstsein bedeutet das, dass kein Verhaltensmuster für Angst oder eine Bedrohung abgespielt werden muss. Sondern das Muster zum gewinnen. Denn egal ob Sie oder Niederlage – beides ist ein Gewinn.

2 – Ändern Sie Ihre Gedanken

Ihre Denkweise muss nach und nach weg vom Negativen und hin zum Positiven. Gedanken des Scheiterns oder des Zweifels haben in Ihrem Kopf nichts zu suchen. Solche Gedanken werden aber immer mal kommen – die Frage ist, ob Sie diese dann auch zulassen? Spitzensportler unterbinden sofort destruktive Gedanken. Sie müssen einen Gedanken nicht zu Ende denken, es sei denn er ist positiv. Versuchen Sie negative Gedanken zu erkennen und sofort zu unterbinden. Besonders am Anfang wird das sicher schwer, aber nach einiger Zeit wird sich dadurch Ihre Denkweise ändern.

3 – Nutzen Sie die Strategie der Visualisierung

Visualisieren Sie Ihren Erfolg. Stellen Sie sich vor, wie Sie jedes einzelne Ziel erreichen und versuchen Sie dabei diese Zielerreichung in ihren Gedanken mit allen Sinnen zu erleben. Bereiten Sie Ihr Unterbewusstsein auf den Erfolg vor. Andre Agassi hat einmal gesagt, dass er Wimbledon vor seinem eigentlichen Sieg 10.000 Mal in seinem Kopf gewonnen hat. Jeder Spitzensportler visualisiert seinen Erfolg. Das Unterbewusstsein muss demnach nichts anderes mehr machen, als diesen auf der Handlungsebene abzuspulen.


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