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Eine große Überraschung war es nach zuvor intensiven Spekulationen durch die Medien nicht: Pep Guardiola wird zum Ende der Saison den FC Bayern München nach nur drei Jahren verlassen. Und dass, obwohl der FC Bayern aktuell in einer anderen Liga spielt und auch in Europa besonders durch die Auftritte in der Champions-League-Gruppenphase für Aufsehen gesorgt hat. Spätestens nach dem 5:1 Erfolg über Arsenal London. Führungskräfte und Manager können von der Entscheidung Guardiolas einiges lernen, denn hinter dieser Entscheidung steckt mehr, als nur finanzielle Motive.

Weiterentwickeln statt zufrieden geben

Pep Guardiola verlääst die Bayern - Ein Vorbild für Top-Manager?Pep Guardiola ist vom Alter her noch ein verhältnismäßig junger Trainer, der aber schon die ganz großen Erfolge feiern durfte. Auch mit den Bayern wird er in dieser Saison sicherlich den Fokus auf den Gewinn der Champions-League legen. Guardiola weiß, dass er ein großer Trainer ist und schon viel gewonnen hat, aber er möchte noch besser werden. Und das geht nunmal nur über die Weiterentwicklung. Gerüchte zu folge wechselt er nach den Bayern in die Premier League, der wohl härtesten Liga der Welt. Sollte sich das bewahrheiten, war er in den drei wichtigsten Ligen der Welt Trainer einer Spitzenmannschaft: In Spanien, Deutschland und dann eben in England. Seine Fertigkeiten als Trainer wird er bei dem schnellen Fußball auf der Insel sicher noch weiterentwickeln können. In Spanien war er erfolgreich. In Deutschland auch. Aber kann er es auch in England? Diese Frage sieht er sicher als Herausforderung.

Führungskräfte müssen Herausforderungen suchen

Auch Führungskräfte sollten sich mit dem, was sie erreicht haben, keinesfalls zufrieden geben. Denn Zufriedenheit bedeutet Stillstand und Stillstand kann sehr schnell in Rückschritten enden. Viele Manager oder aufstrebende Mitarbeiter streben es irgendwann an, eine Führungskraft zu werden. Ist dieses Ziel erreicht, gibt man sich damit zufrieden. Aber besonders als Führungskraft sollte man sich stets weiterentwickeln. Warum zum Beispiel nicht den Arbeitgeber wechseln? Eine neue Herausforderung in einem anderen Unternehmen suchen, so wie es Pep Guardiola macht. Es kann schon Herausforderung genug sein, in ein größeres Unternehmen zu wechseln, wo Führungskräfte mehr Personalverantwortung haben. Wir wachsen durch Herausforderungen. Nur so können wir uns weiterentwickeln und vom Leistungsniveau her besser werden. Wer solche Herausforderungen nicht sucht, der hört auf sich zu entwickeln.

Geld ist keine langfristige Motivation

Pep Guardiola verlässt den FC Bayern sicherlich nicht, weil er in England mehr Geld verdienen kann. Aus dem monatlichen Gehalt können wir keine langfristige Motivation schöpfen unser Bestes zu geben und uns stets weiter zu entwickeln. Persönliche Ziele und Herausforderungen sind das, was unserer Motivation Anreiz verschafft. Führungskräfte, die der Meinung sind, alles erreicht zu haben und die Motivation nur in einem höheren Gehalt sehen, werden sich nicht weiter entwickeln. Niemand von uns hat irgendwann alles erreicht. Pep Guardiola zählt zu den wenigen Trainern, die jemals in einer Saison mit einem Verein das Triple, bestehend aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League, gewonnen haben. Vielmehr geht auf Vereinsebene nicht. Dennoch hat er noch Ziele und Herausforderungen. Auch Führungskräfte können sich stets weiterentwickeln, sich dafür immer wieder neue Ziele zu setzen ist das Fundament. Wer aufhört etwas zu werden, hört auf, etwas zu sein.


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