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POSITIVE.
FEHLER.
KULTUR.

Fehlerkultur in Unternehmen: 5 Maßnahmen für eine positivere Fehlerkultur

Unternehmen sollten in ihrer Unternehmenskultur eine offene Fehlerkultur fest verankert haben. In vielen anderen Ländern außerhalb von Deutschland ist das längst Normalität, in Deutschland selbst leider nicht. Dabei ist es die Fehlerkultur, die den Erfolg eines Unternehmens langfristig sichert. Warum das so ist und wie eine gelungene Fehlerkultur in Unternehmen umgesetzt werden kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Andere Länder sind, in Bezug auf das Scheitern und die Fehlertoleranz (in der Summe die Fehlerkultur), wesentlich fortschrittlicher als wir in Deutschland. In den USA ist es normal, dass Projekte erst nach mehreren Misserfolgen zu einem Erfolg werden. Niemand muss sich hier für das Scheitern schämen. Vielmehr wird man für den Erfolg nach dem Misserfolg gefeiert. Es kann sogar jemand Präsident werden, obwohl er vorher von einem Misserfolg zum nächsten gegangen ist.

Bei uns in Deutschland ist das leider etwas anders. Die wenigsten Unternehmen haben eine gesunde Fehlerkultur, was zu einer Menge interner Probleme führt. Mitarbeitende müssen alles gleich im ersten Versuch schaffen. Ein zweiter Versuch schafft schon das „der bekommt auch nichts auf die Beine gestellt“-Image. Jeder Fehler ist der erste Schritt zum Scheitern. Und scheitern ist nun einmal nicht erwünscht. Diese Einstellung hat nichts mit einer gesunden Fehlerkultur gemeinsam. Es führ dazu, dass Mitarbeitende Angst haben, Fehler zu machen und so gar nicht erst ins Handeln kommen. Die Auswirkungen sind langfristig fatal und am Ende leider der gesamte Unternehmenserfolg. Eine gesunde Fehlerkultur zu haben, bedeutet nicht, nicht zu scheitern. Vielmehr wird das »erfolgreich scheitern« in den Vordergrund gestellt.

6 Gründe für eine gesunder Fehlerkultur

Eine moderne Unternehmenskultur beinhaltet immer auch eine positive Fehlerkultur. Dennoch gibt es noch zahlreiche Wirtschaftsunternehmen, die hiervon weit entfernt sind. Die folgenden sechs gründe zeigen auf, wie wichtig eine positive Fehlerkultur für den ganzheitlichen Unternehmenserfolg sind.


Innovation & Fortschritt

Innovationen und Fortschritt können nur geschafft werden, wenn Fehler gemacht werden. Wo Sicherheitsdenken herrscht, bleiben Innovationen auf der Strecke.

Höhere Mitarbeiterzufriedenheit

Mitarbeitende, die keine Angst haben, bei Fehlern ihren Job zu verlieren, sind zufriedener und gelassener. Das wiederum führt zu besseren Leistungen.

Weniger Krankheitsfälle

Eine positive Fehlerkultur unterstützt die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden. Das führt zu weniger Belastungsstörungen und Krankheitstagen.

Geringere Mitarbeiterfluktuation

Unternehmen mit einer modernen Unternehmenskultur schaffen Identifikation bei ihren Mitarbeitenden, was langfristig zu weniger Kündigungen führt.

Agilität & Schnelligkeit

In schnelllebigen Zeiten wie diesen, müssen Unternehmen schnell auf äußere Einflüssen reagieren. Eine gesunde Fehlertoleranz macht schnelles Handeln überhaupt erst möglich.

Positive Veränderungen

Nichts ist konstanter als die Veränderung. Unternehmen müssen sich immer wieder verändern und das bedeutet eben auch auf neuen Wegen Fehler machen (zu dürfen).

Was bedeutet Fehlerkultur?

Es ist einfach, von einer gesunden Fehlerkultur zu sprechen. Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff? Und was bedeutet das im Detail für Wirtschaftsunternehmen?


Der Begriff »Fehlerkultur« stammt ursprünglich aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und beschreibt ein theoretisches Konzept, wie unterschiedlichste Gruppierungen mit Fehlern, Risiken und Fehlentscheidungen umgehen sollten. Für Wirtschaftsunternehmen stellt die Fehlerkultur auch in der Praxis einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar, weswegen die Fehlerkultur immer sehr eng mit der Unternehmenskultur verankert ist. Idealerweise ist die Fehlerkultur sogar die Unternehmenskultur. Hier wird definiert, wie mit Fehlern umgegangen wird, sodass man nicht bei gemachten Fehlern vor der großen Frage steht, was man denn jetzt macht.

Viele Unternehmen in Deutschland verfolgen nach wie vor noch die »Null-Fehler-Politik«. Wer so denkt und handelt, hat noch nicht verstanden, wie wertvoll und wichtig Fehler sind. Innovationen können nicht entstehen, wenn keine Fehler erlaubt sind, denn oftmals entstehen sie aus Fehlern.

Impulsvortrag zu Fehlerkultur

Lassen Sie sich von Markus Czerner, Keynote Speaker Resilienz, von seiner einzigartigen Keynote Speech über eine gesunde Fehlerkultur inspirieren. Er spricht in seinem Motivationsvortrag über die Notwendigkeit zu scheitern und zeigt, wie man dem Scheitern mit einem positiven Mindset gegenübertritt. Misserfolg gehört zum Erfolg wie die Luft zum Atmen. Vielmehr noch: Misserfolg macht Erfolg überhaupt erst möglich. Wenn wir das verstehen, ist der Grundstein für Resilienz und eine gesunde Fehlerkultur gelegtgelegt.


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In dieser einzigartigen Keynote Speech erfahren Sie:

  • Warum Scheitern ein wichtiger Teil des Erfolgs ist
  • Das Niederlagen und Rückschläge ein Gewinn sind
  • Wie Sie Rückschläge erfolgreich nutzen
  • Wie Sie mit der richtigen Einstellung durchs Leben gehen
  • Das alles, was Sie gerade im Leben haben, dieser Moment ist
  • Was die Never give up-Mentalität wirklich bedeutet

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5 Maßnahmen, um die Fehlerkultur zu stärken

Eine positive Fehlerkultur im Unternehmen umzusetzen ist Aufgabe des Managements und oftmals ein Teil des Change-Managements. Eine veraltete Unternehmenskultur verändert sich nicht von jetzt auf gleich. Es ist ein Prozess, ein Weg hin zu einer veränderten Unternehmenskultur. Oftmals können externe Unternehmensberatungen den Change-Prozess verfolgen und beratend sowie unterstützend zur Seite stehen. Die folgenden Tipps sollen aufzeigen, wie erste Schritte zu einer positiven Fehlerkultur aussehen können.


1. Führungskräfte müssen Fehlerkultur vorleben

Wann immer etwas Neues eingeführt wird, muss es Menschen geben, die das Neue vorleben. Bei der Gestaltung einer neuen Fehlerkultur ist das gehobene Management und die Führungskräfte des Unternehmens gefragt. Sie müssen die neue Fehlerkultur den Mitarbeitenden vorleben und zeigen, das die Veränderung ganz oben im Unternehmen beginnt. Nur so ist eine glaubhafte und authentische Umsetzung möglich.

Allen voran die Führungskräfte müssen als Vorbild vorangehen und ihre Mitarbeitenden inspirieren, offen mit Fehlern umzugehen. Sie müssen die Mitarbeitenden langsam an die neue Fehlerkultur heranführen und sie ganz besonders auf persönlicher Ebene unterstützen. Führungskräfte, die bereit sind, eigene Fehler einzugestehen und offen zu kommunizieren, werden als Vorbild bei ihrem Personal sehr viel erreichen können. Es geht nur über den Faktor Authentizität.

2. Offene Fehlerlommunikation

Eine offene Fehlerkommunkation setzt voraus, dass eine positive Fehlerkultur bereits in die Unternehmenskultur verankert worden ist. Mitarbeitende, egal ob auf Führungsebene oder nicht, haben keine Angst mehr, Fehler zu machen und – wenn welche gemacht wurden – genau das offen und ehrlich zuzugeben. Es wird im Team offen darüber gesprochen, wie es zu diesem Fehler kommen konnte und was in Zukunft unternommen werden sollte, damit sich eben dieser Fehler nicht wiederholt. Je offene über Fehler gesprochen wird, je mehr kann unternommen werden, diese zukünftig nicht mehr zu machen.

3. Das Mindset der Mitarbeitenden schärfen

Natürlich ist es nicht damit getan, wenn Unternehmen eine positive Fehlerkultur »einfach nur« in die Unternehmenskultur einbinden. Es ist ein gesellschaftliches Problem, dass viele Menschen Angst davor haben, Fehler zu machen und als Versager dazustehen. Oftmals ist diese Angst ein fester Bestandteil der eigenen Persönlichkeit. Um das zu ändern, muss an dem Mindset der Mitarbeitenden gearbeitet werden. In der Praxis geschieht das häufig in Zusammenarbeit mit einem externen Coach. In einem Persönlichkeitscoaching oder Mindset Coaching werden gemeinsam an der Fehlertoleranz und dem Umgang mit Fehlern gearbeitet. Solche Coachings sind als Begleitung zu sehen.

4. Führen Sie ein effektives Fehlermanagement und Lernprozesse ein

Wenn Fehler auftreten (und sie werden auftreten), sollten zwei Maßnahmen ergriffen werden: Fehler beheben und Fehler analysieren. Stellen Sie sich die Frage, warum der Fehler passiert ist, ohne die Schuld ausschließlich im Außen zu suchen.  Es ist für die Zukunft essenziell, die richtigen Schlüssen aus Fehlern zu ziehen und Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sie sich nicht wiederholen. Nur so haben Mitarbeitende und ganze Teams die Chance zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Schuldzuweisungen sind für die Fehleranalyse wenig hilfreich. Viel hilfreicher ist es, sinnvoll zu reflektieren und die richtigen Fragen zu stellen. Persönliche Angriffe und die Suche nach Schuld gilt es zu vermeiden. So wird gleichzeitig ein klares Signal an die Mitarbeitenden gesendet: wenn Fehler passieren, wird sachlich analysiert und nicht persönlich. Allein das stärkt die innerbetriebliche Fehlerkultur.

5. Förderung der Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung

Unternehmen, die ihre Fehlerkultur in eine positivere Richtung verändern wollen, sollten in die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden investieren. Da betrifft einerseits Schulungen und Weiterbildungen rund um die Themen »Fehlerkultur«, andererseits aber auch alle anderen Themen. Mit der Entwicklung der Mitarbeitenden steigt auch das Wissen und etwaige Fehler werden minimiert. Das liegt in der Natur der Sache. Es ist ein Investment in das ganze Unternehmen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stetig weiterzuentwickeln. Das gilt gleichermaßen für Führungskräfte und Manager. Investitionen in die Weiterbildung und persönliche Entwicklung der Mitarbeitenden sind Investitionen in die Zukunft des Unternehmens.

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Positive Fehlerkultur: Wovor haben wir eigentlich Angst?

In Unternehmen ist alles erlaubt, solange keine Fehler gemacht werden. Auch der Erfolg ist erwünscht, aber bitte ohne vorherigen Misserfolg. So sieht nicht nur die Unternehmenskultur von zahlreichen Unternehmen aus, sondern nach diesem Prinzip leben viele Menschen ihr Leben. Doch warum ist das so? Was verbirgt sich hinter der Angst vor Fehlern?


Die Angst vor Fehlschlägen

Ein Mann sieht auf einer Party eine attraktive Frau und überlegt, ob er sie ansprechen soll. Letztlich entscheidet er sich dagegen, weil er Angst hat, einen Korb zu bekommen. Ein Angestellter bekommt von seinem Chef eine neue Position angeboten, hat aber Angst, dass er die Erwartungen nicht erfüllen kann. Und was machen wir dann? Wir überzeugen uns selbst, dass wir den Job so oder so nicht bekommen hätten oder die attraktive Dame bereits vergeben ist. Selbst, wenn sie nicht vergeben ist, hat sie bestimmt kein Interesse. Wir suchen nach allen nur denkbaren und möglichen Entschuldigungen, warum wir etwas nicht tun können. Wir finden Gründe, die in unseren Augen beweisen, dass unsere Pläne keine Aussicht auf Erfolg haben. Letztlich vermeiden wir es auf diese Weise, mit der Angst vor Fehlschlägen in Berührung zu kommen.

Perfektion verhindert positive Fehlerkultur

Wer sich von der Angst vor einem Fehlschlag abhalten lässt etwas zu machen, der ist bereits gescheitert, bevor er überhaupt begonnen hat. Diese ständige Angst der Menschen davor Fehler zu machen – man hört es andauernd: „Ich will einfach nichts falsch machen!“ Es ist doch schon ein Fehler, keine Fehler machen zu wollen. Es gibt Menschen, die verschwenden ihr ganzes Leben beim Versuch, keine Fehler zu machen. Erlauben Sie sich doch einfach mal selbst nicht perfekt zu sein. Der schlechte Ruf des Scheiterns liegt mitunter auch an unserem Maßstab der Perfektion. Einen Maßstab, den wir uns selbst auferlegen. Perfektion ist bestens geeignet, um fehlerlos unterzugehen. Wer glaubt, in allem perfekt zu sein, der hört auf sich zu entwickeln. Mal abgesehen davon, dass dies die Einstellung eines dummen und naiven Menschen ist. Wir können nicht in allem perfekt sein. Wir können noch nicht einmal in allem sehr gut sein. Das heißt aber nicht, dass wir nicht in allem besser werden können. Es sind immer die Menschen, die von einer Niederlage zur nächsten hüpfen, die der Meinung sind, sie können alles und wissen alles besser.

Fehler machen uns zu Menschen

Ist es nicht auf eine gewisse Art und Weise toll und befreiend, sich selbst zu erlauben nicht perfekt zu sein? Denn dann dürfen wir Mensch sein. Dazu gehört es eben auch Fehler zu machen. Das Schlimme dabei ist, dass wir in Wirklichkeit keine Angst davor haben zu scheitern oder Fehler zu machen. Wir haben Angst davor zu versagen und hinter der Angst zu versagen steckt eigentlich nur die Angst vor Ablehnung. Es ist die Angst davor, was andere über uns sagen oder denken, sollten wir etwas falsch machen oder nicht schaffen. Das sind fehlendes Selbstvertrauen und fehlender Selbstwert. Sobald wir einmal scheitern, geht unser Selbstwert in den Keller, was im Grunde totaler Quatsch ist.

Sie wollen Ihre Fehlerkultur optimieren?

Sie wollen eine gesunde Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen etablieren? Dann ist Top Keynote Speaker und Business Coach Markus Czerner ihr Mann. Er zählt zu einem der führenden Fehlerkultur-Experten im deutschsprachigen Raum und bringt mehr als 15 Jahre Expertise auf diesem gebiet mit.


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