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FEHLER.
KULTUR.

Positive Fehlerkultur in Unternehmen: 5 Maßnahmen, die wirken

Unternehmen sollten in ihrer Unternehmenskultur eine offene Fehlerkultur fest verankert haben. In vielen anderen Ländern außerhalb von Deutschland ist das längst Normalität, in Deutschland selbst leider nicht. Dabei ist es die Fehlerkultur, die den Erfolg eines Unternehmens langfristig sichert. Warum das so ist und wie eine gelungene Fehlerkultur in Unternehmen umgesetzt werden kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Andere Länder sind, in Bezug auf das Scheitern und die Fehlertoleranz (in der Summe die Fehlerkultur), wesentlich fortschrittlicher als wir in Deutschland. In den USA ist es normal, dass Projekte erst nach mehreren Misserfolgen zu einem Erfolg werden. Niemand muss sich hier für das Scheitern schämen. Vielmehr wird man für den Erfolg nach dem Misserfolg gefeiert. Es kann sogar jemand Präsident werden, obwohl er vorher von einem Misserfolg zum nächsten gegangen ist.

Bei uns in Deutschland ist das leider etwas anders. »Die wenigsten Unternehmen haben eine gesunde Fehlerkultur, was zu einer Menge interner Probleme führt«, sagt Markus Czerner, Buchautor und Keynote Speaker für Fehlerkultur. Mitarbeiter müssen alles gleich im ersten Versuch schaffen. Ein zweiter Versuch schafft schon das „der bekommt auch nichts auf die Beine gestellt“-Image. Jeder Fehler ist der erste Schritt zum Scheitern. Und scheitern ist nun einmal nicht erwünscht. Diese Einstellung hat nichts mit einer gesunden Fehlerkultur gemeinsam. Sie führt dazu, dass Mitarbeiter Angst haben, Fehler zu machen, und so gar nicht erst ins Handeln kommen. Die Auswirkungen sind langfristig fatal – am Ende leidet der gesamte Unternehmenserfolg. Eine gesunde Fehlerkultur zu haben bedeutet nicht, nicht zu scheitern. Vielmehr wird das »erfolgreich scheitern« in den Vordergrund gestellt – aber dazu bedarf es innerer Stärke.

Sechs Gründe für eine gesunde Fehlerkultur

Eine moderne Unternehmenskultur beinhaltet immer auch eine positive Fehlerkultur. Dennoch gibt es noch zahlreiche Wirtschaftsunternehmen, die hiervon weit entfernt sind. Die folgenden sechs Gründe zeigen auf, wie wichtig eine positive Fehlerkultur für den ganzheitlichen Unternehmenserfolg ist.


Innovation und Fortschritt

Innovationen und Fortschritt können nur geschafft werden, wenn Fehler gemacht werden. Wo Sicherheitsdenken herrscht, bleiben Innovationen auf der Strecke.

Höhere Mitarbeiterzufriedenheit

Mitarbeiter, die keine Angst haben, bei Fehlern ihren Job zu verlieren, sind zufriedener und gelassener. Das wiederum führt zu besseren Leistungen.

Weniger Krankheitsfälle

Eine positive Fehlerkultur unterstützt die mentale Gesundheit der Mitarbeiter. Das führt zu weniger Belastungsstörungen und Krankheitstagen.

Geringere Mitarbeiterfluktuation

Unternehmen mit einer modernen Unternehmenskultur schaffen Identifikation bei ihren Mitarbeitern, was langfristig zu weniger Kündigungen führt.

Agilität und Schnelligkeit

In schnelllebigen Zeiten wie diesen, müssen Unternehmen schnell auf äußere Einflüssen reagieren. Eine gesunde Fehlertoleranz macht schnelles Handeln überhaupt erst möglich.

Positive Veränderungen

Nichts ist konstanter als die Veränderung. Unternehmen müssen sich immer wieder verändern – und das bedeutet auch, auf neuen Wegen Fehler machen zu dürfen.

Was bedeutet Fehlerkultur?

Es ist einfach, von einer gesunden Fehlerkultur zu sprechen. Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff? Und was bedeutet das im Detail für Wirtschaftsunternehmen?


Der Begriff »Fehlerkultur« stammt ursprünglich aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und beschreibt ein theoretisches Konzept, wie unterschiedlichste Gruppierungen mit Fehlern, Risiken und Fehlentscheidungen umgehen sollten. Für Wirtschaftsunternehmen stellt sie auch in der Praxis einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar, weswegen die Fehlerkultur immer sehr eng in der Unternehmenskultur verankert ist. Idealerweise ist die Fehlerkultur sogar die Unternehmenskultur. Hier wird definiert, wie mit Fehlern umgegangen wird, sodass man nicht bei gemachten Fehlern vor der großen Frage steht, was man denn jetzt macht.

Viele Unternehmen in Deutschland verfolgen nach wie vor die »Null-Fehler-Politik«. Wer so denkt und handelt, hat noch nicht verstanden, wie wertvoll und wichtig Fehler sind. Innovationen können nicht entstehen, wenn keine Fehler erlaubt sind, denn oftmals entstehen sie aus Fehlern.

Was Markus Czerner in Unternehmen beobachtet

Der Umgang mit Fehlern entscheidet über Innovation, Tempo und Bindung — und genau hier liegt in vielen Unternehmen der eigentliche Hebel.


Markus Czerner trifft in Unternehmen immer wieder auf dieselbe Haltung: bloß keinen Fehler machen. Mitarbeiter richten ihr Handeln danach aus, nichts falsch zu machen, statt etwas zu bewegen — und damit gehen Mut, Tempo und Ideen verloren, noch bevor sie ausgesprochen sind.

Wie tief diese Angst sitzt, zeigt sich oft schon vor dem Auftritt. Wird er für eine Keynote zum Thema Erfolg gebucht, fällt im Vorgespräch immer wieder derselbe Satz:

„Aber reden Sie bitte nicht über das Scheitern oder über Fehler.“

Erfolg soll gefeiert werden, der Misserfolg auf dem Weg dorthin soll unsichtbar bleiben. Seine Antwort dreht die Bedeutung von Fehlern um:

„Fehler sind nicht schlimm. Sie sind eine Quelle der Inspiration und die Grundvoraussetzung für Erfolg — wir müssen nur richtig mit ihnen umgehen.“

Eine gesunde Fehlerkultur beginnt deshalb mit einer neuen Haltung: Fehler als Rohstoff für Fortschritt zu behandeln, nicht als Makel. Prozesse und Meldesysteme folgen danach — sie tragen nur, wenn die Haltung darunter stimmt.

Fehlerkultur auf die Bühne bringen – der Vortrag

Lassen Sie sich von Markus Czerner von seinem einzigartigen Impulsvortrag über »erfolgreich scheitern« inspirieren. Der Vortragsredner spricht in seiner Keynote über die Notwendigkeit zu scheitern und zeigt, wie man dem Scheitern mit einer positiven Haltung gegenübertritt. »Misserfolg gehört zum Erfolg wie die Luft zum Atmen«, sagt der Redner. Vielmehr noch: Misserfolg macht Erfolg überhaupt erst möglich. Wenn wir das verstehen, ist der Grundstein für eine gesunde Fehlerkultur gelegt.


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In dieser einzigartigen Keynote Speech erfahren Sie:

  • Warum Scheitern ein wichtiger Teil des Erfolgs ist
  • Dass Niederlagen und Rückschläge ein Gewinn sind
  • Wie Sie Rückschläge erfolgreich nutzen
  • Wie Sie mit der richtigen Einstellung durchs Leben gehen
  • Das alles, was Sie gerade im Leben haben, dieser Moment ist
  • Was eine Niemals-aufgeben-Mentalität wirklich bedeutet

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Die fünf Maßnahmen im Detail

Eine positive Fehlerkultur im Unternehmen umzusetzen, ist Aufgabe des Managements und oftmals ein Teil des Change-Managements. Eine veraltete Unternehmenskultur verändert sich nicht von jetzt auf gleich. Es ist ein Prozess, ein Weg hin zu einer veränderten Unternehmenskultur. Oftmals können externe Unternehmensberatungen den Change-Prozess begleiten und beratend sowie unterstützend zur Seite stehen. Die folgenden Tipps sollen aufzeigen, wie erste Schritte zu einer positiven Fehlerkultur aussehen können.


1. Führungskräfte müssen Fehlerkultur vorleben

Wann immer etwas Neues eingeführt wird, muss es Menschen geben, die das Neue vorleben. Bei der Gestaltung einer neuen Fehlerkultur sind das gehobene Management und die Führungskräfte des Unternehmens gefragt. Sie müssen die neue Fehlerkultur den Mitarbeitern vorleben und zeigen, dass die Veränderung ganz oben im Unternehmen beginnt. Nur so ist eine glaubhafte und authentische Umsetzung möglich.

Allen voran die Führungskräfte müssen als Vorbild vorangehen und ihre Mitarbeiter inspirieren, offen mit Fehlern umzugehen. Sie müssen die Mitarbeiter langsam an die neue Fehlerkultur heranführen und sie ganz besonders auf persönlicher Ebene unterstützen. Führungskräfte, die bereit sind, eigene Fehler einzugestehen und offen zu kommunizieren, werden als Vorbild bei ihrem Personal sehr viel erreichen können. Es geht nur über den Faktor Authentizität.

2. Offene Fehlerkommunikation

Eine offene Fehlerkommunikation setzt voraus, dass eine positive Fehlerkultur bereits in der Unternehmenskultur verankert worden ist. Mitarbeiter, egal ob auf Führungsebene oder nicht, haben keine Angst mehr, Fehler zu machen. Genau das ist psychologische Sicherheit – die Voraussetzung dafür, dass offene Fehlerkommunikation überhaupt funktioniert. Es wird im Team offen darüber gesprochen, wie es zu diesem Fehler kommen konnte und was in Zukunft unternommen werden sollte, damit sich eben dieser Fehler nicht wiederholt. Je offener über Fehler gesprochen wird, desto mehr kann unternommen werden, diese zukünftig zu vermeiden.

3. Die Haltung der Mitarbeiter schärfen

Natürlich ist es nicht damit getan, wenn Unternehmen eine positive Fehlerkultur »einfach nur« in die Unternehmenskultur einbinden. Es ist ein gesellschaftliches Problem, dass viele Menschen Angst davor haben, Fehler zu machen und als Versager dazustehen. Oftmals ist diese Angst ein fester Bestandteil der eigenen Persönlichkeit. Um das zu ändern, muss an der Haltung der Mitarbeiter gearbeitet werden. In der Praxis geschieht das häufig in Zusammenarbeit mit einem externen Coach.

4. Fehlermanagement und Lernprozesse etablieren

Wenn Fehler auftreten (und sie werden auftreten), sollten zwei Maßnahmen ergriffen werden: Fehler beheben und Fehler analysieren. Stellen Sie sich die Frage, warum der Fehler passiert ist, ohne die Schuld ausschließlich im Außen zu suchen. Es ist für die Zukunft essenziell, die richtigen Schlüsse aus Fehlern zu ziehen und Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sie sich nicht wiederholen. Nur so haben Mitarbeiter und ganze Teams die Chance zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Schuldzuweisungen sind für die Fehleranalyse wenig hilfreich. Viel hilfreicher ist es, sinnvoll zu reflektieren und die richtigen Fragen zu stellen. Persönliche Angriffe und die Suche nach Schuld gilt es zu vermeiden. So wird gleichzeitig ein klares Signal an die Mitarbeiter gesendet: Wenn Fehler passieren, wird sachlich analysiert und nicht persönlich. Allein das stärkt die innerbetriebliche Fehlerkultur.

5. Mitarbeiter und Führungskräfte gezielt entwickeln

Unternehmen, die ihre Fehlerkultur in eine positivere Richtung verändern wollen, sollten in die Entwicklung ihrer Mitarbeiter investieren. Das betrifft einerseits Schulungen und Weiterbildungen rund um das Thema »Fehlerkultur«, andererseits aber auch alle anderen Themen. Mit der Entwicklung der Mitarbeiter steigt auch das Wissen, und etwaige Fehler werden minimiert. Das liegt in der Natur der Sache. Es ist eine Investition in das ganze Unternehmen, Mitarbeiter stetig weiterzuentwickeln. Das gilt gleichermaßen für Führungskräfte und Manager. Investitionen in die Weiterbildung und persönliche Entwicklung der Mitarbeiter sind Investitionen in die Zukunft des Unternehmens.

Buchtipp: Die Kunst des Scheiterns

Bestsellerautor und Redner Markus Czerner lenkt den Blick auf das Wesentliche: Das Scheitern. Erst wenn wir lernen, Situationen zu schätzen, in denen etwas schiefgegangen ist, in denen wir falsche Entscheidungen getroffen haben, werden wir daraus lernen und couragiert unseren Weg gehen.

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Wovor haben wir bei Fehlern eigentlich Angst?

In Unternehmen ist alles erlaubt, solange keine Fehler gemacht werden. Auch der Erfolg ist erwünscht, aber bitte ohne vorherigen Misserfolg. Diese Angst ist selten ausgesprochen, aber in vielen Organisationen ständig präsent – und sie richtet mehr Schaden an als die Fehler selbst.


Angst vor dem Statusverlust

Wer einen Fehler zugibt, fürchtet um seinen Ruf: als weniger kompetent zu gelten, die nächste Beförderung zu verspielen, vor den Kollegen das Gesicht zu verlieren. Diese Sorge sorgt dafür, dass Fehler nicht gemeldet, sondern versteckt werden – und ein verstecktes Problem lässt sich nicht lösen.

Schuldkultur statt Lernkultur

In einer Kultur, die zuerst nach dem Schuldigen sucht, lernt niemand – man deckt sich. Sobald die erste Frage „Wer war das?“ lautet und nicht „Was können wir daraus lernen?“, beginnt das Vertuschen. Der Fehler bleibt, das Wissen darüber verschwindet.

Die Kosten der Fehlervermeidung

Am teuersten sind nicht die Fehler, die passieren, sondern die Entscheidungen, die aus Angst gar nicht erst getroffen werden. Wo niemand etwas riskieren darf, entsteht keine Innovation, sondern Stillstand mit ordentlicher Dokumentation. Genau deshalb lohnt sich ein anderer Blick auf das Scheitern: als Quelle von Wissen, nicht als Makel.

Sie wollen den Umgang mit Fehlern verbessern?

Sie wollen eine gesunde Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen etablieren? Dann ist Top Keynote Speaker und Business-Coach Markus Czerner ihr Mann. Er zählt zu einem der führenden Fehlerkultur-Experten im deutschsprachigen Raum und bringt mehr als 15 Jahre Expertise auf diesem gebiet mit.


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Weiterdenken statt wegschauen: Impulse für den Umgang mit Fehlern im Unternehmen

Fehlerkultur beginnt dort, wo der Vortrag endet: im Alltag. In diesen ausgewählten Blogbeiträgen zeigt Markus Czerner, wie Unternehmen, Führungskräfte und Teams den Umgang mit Fehlern neu denken und aktiv gestalten können. Ehrlich, praxisnah und mit dem Fokus auf echte Veränderung.


Fehlerparadox
  • von Markus Czerner

Fehlerparadox: Warum Unternehmen Fehler vermeiden wollen – und sie dadurch vermehren

Auf den ersten Blick klingt es logisch: Je konsequenter ein Unternehmen Fehler vermeidet, desto erfolgreicher sollte es sein. Schließlich kosten Fehler Zeit, Geld und Vertrauen. Deshalb investieren Organisationen viel Energie in Standards, Kontrollen und Prozesse, um Risiken möglichst auszuschließen. Doch genau an diesem Punkt zeigt sich ein Phänomen, das ich […]

Fehlerblindheit
  • von Markus Czerner

Fehlerblindheit im Unternehmen: Wenn Probleme sichtbar sind, aber niemand hinsieht

Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen in Qualitätsmanagement, Risikomanagement und kontinuierliche Verbesserungsprozesse. Fehler sollen möglichst früh erkannt, analysiert und vermieden werden. Dennoch zeigt die Praxis ein bemerkenswertes Phänomen: Viele der Probleme, die Organisationen langfristig ausbremsen, sind keineswegs verborgen. Sie sind bekannt – und bleiben trotzdem bestehen. Genau darin liegt das eigentliche Paradox. […]

Fehlerkultur und Verantwortung
  • von Markus Czerner

Warum Fehlerkultur ohne Verantwortungskultur nicht funktioniert

Kaum ein Begriff hat in den vergangenen Jahren eine vergleichbare Aufmerksamkeit erhalten wie die Fehlerkultur. Unternehmen möchten innovativer werden, schneller lernen und Mitarbeitenden die Sicherheit geben, auch unbequeme Themen offen anzusprechen. Die dahinterliegende Idee ist überzeugend: Wo Fehler nicht tabuisiert werden, entstehen bessere Entscheidungen und eine höhere Anpassungsfähigkeit. In der […]

Über Markus Czerner

Als Keynote Speaker, Autor und ehemaliger Leistungssportler weiß er, wie sich Misserfolg anfühlt – und welche Chancen darin verborgen liegen. Seine Erfahrungen haben ihn gelehrt, dass Scheitern nicht das Ende ist, sondern oft der Beginn von echtem Wachstum. Heute inspiriert er Menschen und Unternehmen, Herausforderungen mutig anzunehmen und mentale Stärke aufzubauen. Seine Vorträge sind direkt, nahbar und tief verwurzelt im echten Leben.

Markus Czerner: Experte, Speaker und Coach Markus Czerner: Experte, Speaker und Coach

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