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Der größte Fehler von CEOs auf der Bühne

Es gibt einen Fehler den ich in fast jedem Training sehe. Bei CEOs genauso wie bei Vorständen und Geschäftsführern. Er hat nichts mit Rhetorik zu tun. Nichts mit Struktur. Nichts mit Lampenfieber.

Er hat mit Authentizität zu tun.

Sobald eine Führungskraft die Bühne betritt, passiert etwas Merkwürdiges. Die Person die ich im Vorgespräch erlebt habe — klar, direkt, mit echter Haltung — verschwindet. Was bleibt, ist jemand der eine Rolle spielt. Der „Redner“ tritt auf. Und das Publikum merkt es sofort.

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Markus Czerner über den größten Fehler von CEOs auf der Bühne — und was wirklich zählt, wenn Auftritte Konsequenzen haben.

Ich arbeite seit Jahren als Speaker Coach mit Entscheidern auf C-Level-Ebene. Und was ich immer wieder beobachte: Je höher die Position, desto größer der Druck — und desto stärker die Versuchung, eine Fassade aufzubauen. Eine Rolle zu spielen die sicherer wirkt als die eigene Person.

Das Problem ist: Sicherheit entsteht nicht durch Perfektion. Sie entsteht durch Echtheit.

Ein CEO der auf der Bühne versucht, einen perfekten Redner zu mimen, verliert genau das was ihn als Führungskraft stark macht — seine Persönlichkeit, seine Haltung, seine Klarheit. Das Publikum folgt keinem Konzept. Es folgt einer Person. Und wenn diese Person nicht wirklich da ist, folgt es gar nicht.

Was Authentizität auf der Bühne wirklich bedeutet

Authentizität bedeutet nicht, unvorbereitet zu sein. Es bedeutet nicht, einfach drauflos zu reden oder Fehler als „echt“ zu verkaufen. Authentizität auf der Bühne bedeutet: Die Person die spricht, ist dieselbe Person die auch im Raum sitzt wenn die Kameras aus sind.

Das klingt einfacher als es ist. Denn Bühnen erzeugen Druck. Und Druck erzeugt Kontrolle. Und Kontrolle tötet Wirkung.

Was ich in meinem Speaker Training immer wieder erlebe: Der Moment in dem ein CEO aufhört zu performen und anfängt zu sprechen — wirklich zu sprechen — ist der Moment in dem der Raum still wird. In dem Menschen aufhören zu scrollen. In dem Aufmerksamkeit entsteht die kein Moderator erzwingen kann.
Das ist Wirkung. Und sie hat nichts mit Technik zu tun.

Warum CEOs in diese Falle tappen

Der Grund ist verständlich. Ein CEO Auftritt hat Konsequenzen. Mitarbeitende schauen zu. Investoren bewerten. Medien berichten. Der Druck ist real — und er führt dazu, dass viele Führungskräfte auf Nummer sicher gehen wollen. Sie bereiten sich auf den Auftritt vor wie auf eine Präsentation — mit Folien, Stichpunkten und einem fest einstudierten Ablauf.

Das Ergebnis ist ein Vortrag der technisch korrekt ist. Aber emotional leer. Einer der informiert — aber nicht bewegt. Einer der gehört — aber nicht erlebt wird.

Der größte CEO Auftritt den ich je begleitet habe, war nicht der perfekteste. Es war der ehrlichste. Eine Führungskraft die vor ihrer gesamten Belegschaft stand, über eine schwierige Phase des Unternehmens sprach — ohne Beschönigung, ohne PR-Sprache, ohne Rolle. Nur mit Haltung.

Die Reaktion im Unternehmen war die stärkste die ich je erlebt habe.

Was das für deinen nächsten Auftritt bedeutet

Wenn du das nächste Mal auf einer Bühne stehst — egal ob vor zehn oder tausend Menschen — frag dich nicht: Wie wirke ich? Frag dich: Bin ich wirklich da?

Wirkung entsteht nicht durch Perfektion. Sie entsteht durch Präsenz. Durch die Bereitschaft, als Person sichtbar zu sein — nicht als Rolle.

Wenn du als CEO oder Führungskraft an deinem Auftritt arbeiten willst — nicht an Technik, sondern an Wirkung — dann ist das Speaker Training der richtige Rahmen dafür.