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Die Lüge vom Glück und dem Erfolg

„Man hat der ein Glück. Hätte ich nicht so viel Pech in meinem Leben gehabt, dann wäre einiges anders gelaufen. Dann wäre ich jetzt ganz woanders. Immer diese Glückspilze.“ Kennst Du solche Gedankengänge? Wir haben sie allzu oft, wenn wir erfolgreiche Menschen sehen und selbst nicht den Erfolg haben, den wir uns eigentlich wünschen. Der Schuldige ist schnell gefunden: Das fehlende Glück – also das Pech. Glaube mir: Jeder erfolgreiche Mensch hat genau so viel Glück und Pech, wie du und ich auch – trotzdem hat er es geschafft.

Glück ist eine Variabel, die es auf dem Erfolgsweg nicht gibt. Wenn du den Weg zum Erfolg starten möchtest, musst du dich nicht mit der Frage beschäftigen, ob du das nötige Glück haben wirst – du musst dich mit der Frage beschäftigen, ob du bereit für den Erfolg ist. Wir sehen bei anderen Menschen ja immer nur den Erfolg, aber nicht das, was hinter dem eigentlichen Erfolg steckt und das sind drei Dinge:

Erfolg bedeutet Verzicht

Ich wollte Tennisprofi werden. Ich war von Anfang an bereit auf ein soziales Leben zu verzichten. Als alle anderen in meinem Alter feiern gegangen sind, habe ich mich auf den nächsten Trainingstag oder ein bevorstehendes Match vorbereitet. Bin früh schlafen gegangen, um am nächsten Tag körperlich und mental topfit zu sein. Ich war von Anfang an bereit zu verzichten, denn ich wollte Tennisprofi werden. Jeder, der etwas in seinem Leben erreichen möchte, der seine Ziele erreichen möchte, muss verzichten. Je größer das Ziel, desto größer der Verzicht. Wir können nicht alles haben und müssen somit Prioritäten setzen.

Erfolg resultiert aus harter Arbeit

Du kannst noch so viel Talent in etwas haben, ohne die Bereitschaft hart zu arbeiten wirst du damit niemals erfolgreich sein. Viele Menschen wollen Außergewöhnliches erreichen, sind aber nur bereit Durchschnittliches zu leisten. Genau das funktioniert nicht. Wer Durchschnittliches leistet, wird auch Durchschnittliches erreichen. Mit minimalem Aufwand Maximales erreichen – ein Grundsatz, der sich bei vielen Menschen schon früh im Leben eingeschlichen hat. Mit dieser Einstellung seine Ziele erreichen zu wollen ist jedoch völlig utopisch. Kleinere Ziele mögen so vielleicht noch erreicht werden können, aber sicher keine großen Lebensziele und schon gar keine Lebensträume.

Ich sage es in meinen Motivationsvorträgen immer wieder: Talent ohne harte Arbeit ist wertlos. Erfolg ohne harte Arbeit ist aussichtslos. Darüber muss sich jeder Mensch, der Erfolg anstrebt, im Klaren sein. Es ist auch nicht schlimm, wenn du an diesem Punkt zu der Erkenntnis kommst, mit durchschnittlicher Leistung und durchschnittlicher Arbeit zufrieden zu sein. Das ist völlig in Ordnung. Du darfst dann nur nicht den Fehler machen und von deinem Leben oder deiner Karriere etwas Außergewöhnliches zu erwarten.

Erfolg findet außerhalb der Komfortzone statt

Bestimmt hast du den Begriff Komfortzone oder auch Wohlfühloase schon einmal gehört. Es ist der Bereich in deinem Leben, in dem es dir gut geht, du keine Risiken eingehen musst und auch keinerlei Gefahren ausgesetzt bist. Alles ist einfach und es kann dir nichts passieren. Leider findet Erfolg niemals innerhalb dieser Komfortzone statt.
Erfolg setzt Niederlagen, Enttäuschungen und den Schmerz voraus. Glaube mir, jeder erfolgreiche Mensch war ganz unten, bevor er ganz oben war. Wenn du etwas in deinem Leben erreichen willst, dann musst du auch bereit sein, den nötigen Weg dorthin zu gehen. Leider entscheiden sich viele Menschen für den einfachen Weg. Aber auf dem Weg zum Erfolg gibt es aber keine Abkürzungen.

Glück beeinflusst nicht deinen Erfolg

Verzicht, harte Arbeit, keine Komfortzone – das sind die drei grundsätzlichen Voraussetzungen für Erfolg. Der Faktor Glück spielt hier überhaupt keine Rolle. Glück mag uns auf dem Erfolgsweg ein wenig schneller voranbringen, aber es ist nicht ausschlaggebend für den eigentlichen Erfolg. Gleiches gilt für das Pech. Zu sagen, man hat keinen Erfolg gehabt, weil man in einigen wichtigen Situationen einfach Pech hatte, ist einfach, entspricht aber nie der Wahrheit. Pech verlangsamt das Eintreten des Erfolgs vielleicht, verhindert es aber nicht. Ausgenommen sind hier natürlich Schicksalsschläge wie Unfall und Krankheiten – aber über diese Art von schicksalhaftem Pech rede ich an dieser Stelle nicht.

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