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STRATEGIEN.
GEGEN.
PRÜFUNGSANGST.

Prüfungsangst: Was hilft wirklich?

Der Prüfungstermin rückt immer näher und eigentlich sind Sie gut vorbereitet. Und doch ist sie da, die Prüfungsangst. Je näher die Prüfung kommt, desto größer wird die Angst. Besonders vor einem Blackout. Dabei handelt es sich um ein mentales Problem.



Von Prüfungsangst sind nicht nur Schüler und Studenten betroffen, sondern weit mehr Zielgruppen. Es betrifft Bewerber vor einem Vorstellungsgespräch genauso wie langjährige Berufstätige, die ein Assessment-Center vor der Brust haben. Wer mit Prüfungsangst zu kämpfen hat, der geht mit einem großen Handicap in die jeweilige Prüfungssituation. Oftmals bleiben Betroffene unter ihren Möglichkeiten und können ihre gewohnte Leistung nicht abrufen. Im Extremfall mündet die Prüfungsangst in einem Blackout. Alles, was man gelernt hat ist weg. Die einfachsten Dinge fallen einem nicht mehr ein. Wer einmal einen Blackout in einer Prüfungssituation hatte, der hat in vielen Fällen Angst vor einem erneuten Blackout. Es ist eine Art Teufelskreis, aus dem es nur schwer herauszukommen ist.

Einige Menschen schaffen es die Prüfungsangst alleine zu besiegen bzw. in den griff zu bekommen. Andere wiederum wenden sich an einen Psychologen oder Coach. Schülerinnen und Schüler finden oftmals Hilfe bei einem Schülercoach. In einem Schülercoaching kann dieser die Ursachen der Prüfungsangst herausarbeiten und idealerweise lösen. Es gibt auch schon Bildungseinrichtungen, die Workshops an Schulen anbieten, wo sie Strategien lernen (Selbstbewusstsein stärken etc.), um mit der Prüfungsangst umzugehen.

6 Gründe für Prüfungsangst

Prüfungsangst ist ein weit verbreitetes Problem. Nicht nur in der Schule bei Schülerinnen und Schüler, sondern auch bei Studierenden und Berufstätigen. Es gibt viele Gründe für Prüfungsangst. Die folgenden Punkte können Auslöser für Prüfungsangst sein.


Zu hohe Erwartungen an sich selbst

Sie wollen mit Bestnote die Prüfung bestehen und haben Angst es nicht zu schaffen? Zu hohe Erwartungen an sich selbst führen zu Druck und erhöhter Prüfungsangst.

Angst zu scheitern

»Was ist, wenn ich die Prüfung versaue?« Oftmals ist die Angst zu versagen so groß, dass wir Angst haben zu der Prüfung zu gehen. Einfach, weil wir dem Scheitern eine falsche Bedeutung geben.

Druck vom äußeren Umfeld

Sie müssen diese Prüfung bestehen, weil Sie sonst den neuen Job vergessen können. Egal wie, Sie müssen bestehen. Ihr Umfeld erwartet es von Ihnen.

Schlechte Erfahrungen bei Prüfungen

Die letzte Prüfung war eine absolute Katastrophe und Sie hatten einen Blackout. Sie wollen so eine Situation auf keinen Fall nochmal durchleben.

Schlechte Vorbereitung

Sie haben viel zu spät mit dem Lernen angefangen und wisse, dass Sie nur die Hälfte des Lernstoffes drauf haben. Hoffentlich kommt die Hälfte, die Sie gelernt haben.

Negative Gedanken

»Was ist, wenn ich durch die Prüfung nicht bestehe?« Sie stellen sich das absolute Worst-Case-Szenario vor und schauen sich gedanklich beim versagen zu.

Tipps gegen Prüfungsangst

Gegen Prüfungsangst gibt es kein Patentrezept. Es sind verschiedene Dinge, die Sie ausprobieren können. Bei dem einen funktioniert diese Strategie, bei dem anderen eine ganz andere. Die folgenden Tipps können Ihnen helfen Ihre Prüfungsangst zu lindern.


Gute Vorbereitung

Fangen Sie rechtzeitig an zu lernen, sodass Sie genügend Zeit haben den zu lernenden Stoff zu bearbeiten. Wenn Sie wissen, dass Sie gut vorbereitet sind und im Prinzip keine Frage kommen kann, die Sie nicht beantworten können, haben Sie nichts zu befürchten.

Konsequenzen aufschreiben

Sie haben Angst, dass Sie die Prüfung nicht bestehen? Von solchen Gedanken sind die meisten Menschen betroffen. Mal angenommen Sie fallen wirklich durch: Was ist das Schlimmste, was Ihnen dann passiert? Schreiben Sie sich diese Konsequenzen auf. Meistens ist der Worst-Case in Wirklichkeit gar nicht so schlimm, wie wir es uns in Gedanken ausmalen.

Vom Wunschergebnis lösen

Setzen Sie sich ein Ziel, das Sie in der Prüfung erreichen wollen. Quasi Ihr Wunschergebnis. In einem nächsten Schritt schreiben Sie sich auf, wie Sie dieses Ergebnis herbeiführen wollen. Welche Handlungen sind dazu nötig? Konzentrieren Sie sich danach nur noch auf diese Handlungen. Über Ihr Wunschergebnis müssen Sie sich keine Gedanken mehr machen. Sie wissen, dass Ihre Handlungen genau dieses Ergebnis herbeiführen.

Mentale Pausen einlegen

Vermeiden Sie es, tagelang durch zu lernen. Pausen sind für unser Gehirn äußerst wichtig. Wenn Sie Sport machen und danach Muskelkater ohne Ende haben, dann werden Sie die nächsten Tage wahrscheinlich entspannen. Warum? Damit sich Ihre Muskeln wieder erholen. Gleiches gilt für Ihren Kopf. Legen Sie gezielte Lernpausen ein, damit Ihr Gehirn das Gelernte verarbeiten kann.

Blackout-Strategien erarbeiten

Sie haben in der Vergangenheit schon einmal während einer Prüfung einen Blackout gehabt? Jetzt haben Sie Angst, dass das wieder passiert? Bereiten Sie sich mental darauf vor. Erarbeiten Sie Strategien, was Sie machen, wenn ein Blackout kommt. Wie gehen Sie in der Prüfung damit um? Je klarer Ihnen das ist, je vorbereiteter sind Sie auf solche Situationen und können entspannter in die Prüfung gehen.

Symptome von Prüfungsangst

Prüfungsangst kennzeichnet sich durch verschiedene Symptome. Es ist die Botschaft von unserem Gehirn, dass der Stress zu groß ist. Es gibt ein paar klassische Symptome, an denen Sie Prüfungsangst erkennen können.


So gut wie jeder Mensch ist vor Prüfungen nervös. Das ist auch wichtig, denn diese Nervosität hilft uns, damit wir uns in der Prüfung maximal konzentrieren können. Übersteigt die Nervosität ein bestimmtes Level, wird der Stress für den Körper zu groß und er versucht sich dagegen zu wehren.  Folgende Symptome kommen bei starker Prüfungsangst sehr häufig vor.

  • Feuchte Handflächen
  • Übelkeit (mitunter sogar Erbrechen)
  • Durchfall
  • Herzrasen
  • Bluthochdruck
  • Denkblockaden
  • Schlafstörungen (in den Tagen vor der Prüfung)
  • Fehlende Lernmotivation

Wovor haben wir eigentlich Angst?

Prüfungsangst ist ein weit verbreitetes Problem. Doch wovor haben wir eigentlich Angst? Vor einer schlechten Note? Vor dem versagen? Oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?


Die Angst vor Ablehnung

Niemand möchte gerne ein schlechtes Ergebnis in einer Prüfung erzielen. Und schon gar nicht wollen wir durchfallen. Viele Menschen meinen genau davor Angst zu haben. Aber es lohnt sich ein tiefgründigeren Blick auf diese Angst zu werfen. Denn oftmals haben wir in Wirklichkeit keine Angst davor zu scheitern oder eine schlechte Note zu erzielen. Wir haben Angst davor zu versagen und hinter der Angst zu versagen steckt eigentlich nur die Angst vor Ablehnung.

Was sagen bloß die anderen?

Es ist die Angst davor, was andere über uns sagen oder denken, sollten wir etwas falsch machen oder nicht schaffen. Was denken bloß meine Eltern, wenn ich ein schlechtes Prüfungsergebnis erziele? Was sagen dann meine Mitschüler, Kommilitonen oder Arbeitskollegen? Halten sie mich für einen Versager? Solche oder ähnliche Gedankengänge haben wir oftmals vor Prüfungen. Und daraus resultiert die Angst. Letztlich sind das fehlendes Selbstvertrauen und fehlender Selbstwert. Sobald wir einmal scheitern, geht unser Selbstwert in den Keller, was im Grunde totaler Quatsch ist. Nur weil wir in oder mit etwas scheitern, mindert das nicht unseren Selbstwert.