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SELBST.
BEWUSST.
SEIN.

Selbstbewusstsein stärken

Viele Menschen leiden unter einem geringen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Was fehlt ist der Glaube an sich selbst. Oftmals geht die Meinung umher, dass wir mit einem starken oder schwachen Selbstbewusstsein geboren werden. Werden wir nicht. Jeder von uns kann sein Selbstbewusstsein stärken – wenn wir an uns arbeiten.


Wer ein persönlich und beruflich erfülltes sowie erfolgreiches Leben führen will, für den ist ein starkes Selbstvertrauen Grundvoraussetzung. Viele Menschen wären gerne in ihrem Auftreten souveräner, nicht permanent verunsichert und ein wenig mehr unabhängig gegenüber der Meinung anderer Menschen. Die Realität sieht oftmals jedoch ganz anders auch: Man zweifelt ständig an sich selbst und ist unsicher in Bezug auf das eigene Handeln. Vor allen Dingen aber adaptiert wird sehr schnell die Meinung Dritter adaptiert. Was andere Menschen über einen denken ist so oder so meist wichtiger, als das, was man selbst über sich denkt.

Selbstvertrauen ist der Eckpfeiler für erfolgreiches Handeln. Das kann nämlich nur funktionieren, wenn man an sich und seine Fähigkeiten glaubt. Die gute Nachricht ist: Jeder kann sein Selbstvertrauen stärken und selbstbewusst durchs Leben gehen. Die Schlechte Nachricht ist – wenn es denn wirklich eine schlechte Nachricht ist: Man muss bereit sein etwas zu ändern und sich von Altbewährtem trennen, besonders von der Meinung über sich selbst.

Selbstbewusstsein stärken: An diesen Facetten müssen Sie arbeiten

Unser Selbstbewusstsein setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Die wichtigsten finden Sie hier aufgezählt. Wenn Sie an den einzelnen Punkten arbeiten, wird sich auch Ihr Selbstbewusstsein steigern. Aber bedenken Sie: Es ist ein Prozess. Nichts passiert von heute auf morgen.


Selbstliebe

Selbstbewusste Menschen haben ein hohes Maß an Selbstliebe. Ihnen kommt es nicht komisch vor zu sich selbst zu sagen "ich leibe mich" - weil sie es tuen.

Selbstakzeptanz

Wer selbstbewusst ist, der akzeptiert sich so, wie er ist. Das heißt man steht zu seinen Stärken genauso wie auch zu seinen Schwächen.

Selbstwirksamkeit

Wer selbstwirksam ist, der ist davon überzeugt alles in seinem Leben schaffen zu können. Man vertraut den eigenen Fähigkeiten und traut sich so ziemlich alles zu.

Selbstwert

Selbstbewusste Menschen haben ein starkes Selbstwertgefühlt. Dieser Selbstwert ist weder von anderen Menschen noch von materiellen Dingen abhängig.

Selbstsicherheit

Sind Sie für jede Krise gewappnet? Selbstsichere Menschen glauben genau das. Sie sind überzeugt, jede Herausforderung zu packen.

Selbstbestimmtheit

Selbstbewusste Menschen führen ein selbstbestimmtes Leben. Sie versuchen sich selbst glücklich zu machen und leben nicht das Leben, was andere von ihnen erwarten.

Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein

Die Begriffe Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein werden oftmals völlig willkürlich genutzt – gemeint wird in den meisten Fällen das Gleiche. Gibt es also einen Unterschied zwischen Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein oder ist es ein und dasselbe? Es gibt einen Unterschied, und der ist riesengroß.


Wer sind Sie und was können Sie?

Betrachtet man das Wort Selbstbewusstsein etwas näher, kann man sehen, dass es sich aus drei Wörtern zusammensetzt: Selbst. Bewusst. Sein. Der Begriff bedeutet demnach nichts anderes, als sich seiner selbst bewusst zu sein. Die zentralen Fragen, die sich jeder, der selbstbewusster werden möchte, beantworten muss, lauten: Wer bin ich und wer will ich sein? Selbstbewusstsein beschreibt, was wir sind. Selbstvertrauen hingegen drückt aus, was wir können. Hier stehen unsere Fähigkeiten im Mittelpunkt.

Selbstvertrauen entspringt aus Selbstbewusstsein

Soviel zu der Abgrenzung der Begrifflichkeiten. An was fehlt es einem denn jetzt? An Selbstvertrauen oder Selbstbewusstsein? An beidem! Selbstbewusstsein ist Grundvoraussetzung für Selbstvertrauen. Es ist unbestritten, dass Menschen mit einem hohen Maß an Selbstbewusstsein automatisch ein starkes Selbstvertrauen haben. Wer sein Selbstvertrauen stärken möchte, muss sich in einem ersten Schritt also mit seinem Selbstbewusstsein auseinandersetzen. Es sind sicherlich keine einfachen Fragen, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Wer bin ich? Wer will ich sein? Jeder von uns sollte sich einmal Zeit nehmen und sich Gedanken über die Antworten machen.

Sich selbst kennenlernen

Selbstbewusster zu sein, bedeutet sich selbst kennenzulernen, sich selbst zu akzeptieren und so letztendlich die Stärke in sich selbst zu finden. Es ist bei der Beantwortung dieser Fragen völlig egal, was andere glauben, wer Sie sind oder wie andere Sie sehen. Es geht sich einzig darum, wie Sie sich selbst sehen und wer Sie selbst zu glauben sind. Sind Sie mit dem Ergebnis unzufrieden, dann kreieren Sie ein Bild von der Person, die Sie sein wollen. Erst wenn das Selbstbewusstsein gestärkt ist, kann Selbstvertrauen entstehen.

Selbstvertrauen ohne Selbstbewusstsein funktioniert nicht

Wie wollen wir unseren Fähigkeiten vertrauen, wenn wir nicht wissen, wer wir sind und uns dieser Fähigkeiten bewusst sind. Das kann nicht funktionieren. Es gibt auch massig Beiträge und Schritt-für-Schritt Anleitungen im Internet und den sozialen Netzwerken, wie Sie mit mehr Selbstvertrauen agieren können – alles sicherlich gut gemeinte Ratschläge, die aber im Nichts verpuffen werden. Grundvoraussetzung für Selbstvertrauen ist sich seiner selbst bewusst zu sein. Bevor das nicht der Fall ist, wird sich an Ihrem Selbstvertrauen nichts ändern. Nehmen Sie sich also etwas Zeit und beschäftigen Sie sich einmal nur mit sich selbst. Wer sind Sie?

Schnell-Tipp: Selbstvertrauen steigern


Wer bei großen Herausforderungen mit seinem Selbstvertrauen zu kämpfen hat, der sollte sich einmal wirklich die Frage stellen, ob er denn auch gut vorbereitet ist. Jeder von Ihnen wird es sicherlich noch aus Schul- oder Studienzeiten kennen: Wirklich Angst hatte man doch nur vor Prüfungen, auf die man nicht vorbereitet war. Hat man aber gelernt, war man sich seiner Sache sehr sicher und wusste, dass nicht viel schief gehen kann.

4 Tipps für mehr Selbstvertrauen

Nun also zu der spannenden Frage, wie Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen denn langfristig und nachhaltig gesteigert werden können. Dreh- und Angelpunkt sind dabei unsere persönlichen Glaubenssätze.


  1. Positive Glaubenssätze kreieren

    „I am the greatest“ – „ich bin der Größte!“ Das Zitat von Boxlegende Muhammad Ali zählt sicher zu einem der bekanntesten Zitate der Welt. Für viele Menschen mag es übertrieben klingen, andere wiederum halten solche Aussagen vielleicht nur für Show. Wiederum andere sehen darin einen Anfall von Arroganz. Wie kann nur jemand von sich selbst behaupten, der Größte zu sein? Für Muhammad Ali selbst war diese Aussage kein simples Zitat, Show oder Arroganzanfälle, es war sein Glaubenssatz. Er hat wirklich geglaubt, dass er der Größte ist und zwar lange bevor er tatsächlich der Größte war. Und an was glauben Sie so, wenn Sie über sich reden?

    „Ich schaffe das nicht“, „ich bin ein Versager“, „das ist eine Nummer zu groß für mich“ – führen Sie solche Selbstgespräche? Dann sind das Ihre Glaubenssätze, mit denen Sie sich alle Chancen auf Erfolg nehmen. Wie will jemand erfolgreich handeln, der von sich glaubt ein Versager zu sein? Oder es nicht schafft?
    Die meisten Menschen scheitern nicht an mangelndem Talent, sondern an mangelndem Glauben an sich selbst! „Ich kann das nicht“, oder „Das ist eine Nummer zu groß für mich“ – das sind Glaubenssätze, die überhaupt erst dazu führen, dass ein schwaches Selbstvertrauen entstehen kann.

  2. Positive Selbstgespräche führen

    Seien Sie einmal ganz ehrlich zu sich selbst: An was denken Sie öfter: An ihre Erfolge oder an die Momente in denen Sie versagt haben? Sollten Sie öfter an die Momente denken in denen Sie versagt haben, zerstören Sie damit Ihr Selbstvertrauen. Wollen Sie Ihr Selbstvertrauen aber aufbauen, müssen Sie Ihre negative Meinung von sich selbst durch eine positive Meinung ersetzen – und genau das müssen Sie Ihrem Unterbewusstsein mitteilen und zwar durch positive Selbstbotschaften.

  3. Loben Sie sich

    Wir Menschen müssen uns viel öfter selbst loben. Wir gehen aus Meetings raus und zählen uns auf, was wir alles schlecht gemacht haben. Was wir gut gemacht haben, wird überhaupt gar nicht wahrgenommen. Warum nicht aus dem Meeting rausgehen und zu sich selbst sagen, was man alles gut gemacht hat? Auch das ist eine Option ¬– eine Option, die langfristig zu wesentlich mehr Selbstvertrauen führt.

    Besonders in Stresssituationen nehmen unsere inneren Monologe zu. In genau diesen Momenten ist es entscheidend, ob die Monologe positiver oder negativer Natur sind. Es geht sich auch nicht darum, nur noch positive Selbstgespräche zu führen. Jeder von uns ist irgendwann mal frustriert oder ärgert sich über sich selbst. Das darf auch offen kommuniziert werden. Es ist aber ein riesen Unterschied, ob ich nur mal kurz meinen Frust oder meinen Ärger ablasse, was durchaus befreiend sein kann, oder ob ich mich ständig von morgens bis abends selbst runterziehe. Selbstvertrauen kann so nicht funktionieren. Positive Glaubenssätze können so niemals entstehen. Sie entstehen durch positive Selbstgespräche – fangen Sie damit an! Sagen Sie sich, wie toll und einzigartig Sie sind! Eigenlob stinkt? Mag sein, aber es stattet Sie mit jeder Menge Selbstvertrauen aus – und das brauchen Sie auf dem Weg zum Erfolg.

  4. Reden Sie positiv mit sich

    „Ein Geschenk für die Welt“ ist Ihnen etwas zu dick aufgetragen? Dann fangen Sie mit etwas Einfachem an, wie „ich mag mich“ oder „ich bin gut so, wie ich bin“. Aber reden Sie positiv mit sich und über sich. Ihr Selbstvertrauen wird es Ihnen langfristig nachhaltig danken!
    Selbstbotschaften, wie „ich mag mich“, sind der erste Schritt für mehr Selbstvertrauen. Unsere Glaubenssätze werden durch eben solche Selbstbotschaften nach und nach verändert. Je positiver die Selbstbotschaften, desto positiver die Glaubessätze.

    Es gibt immer wieder Menschen, die der Meinung sind, Selbstgespräche sind nur etwas für schwache Menschen, die Probleme mit sich selbst haben. Das ist natürlich totaler Quatsch. Jeder Mensch führt Selbstgespräche, in der Regel jedoch völlig unbewusst. Problem dabei ist, dass die Selbstgespräche der meisten Menschen nur aus negativen Inhalten bestehen. Erfolgreiche Menschen führen tatsächlich überdurchschnittlich viele, bewusste Selbstgespräche – die ausschließlich positiv sind.
    Sie können es immer wieder im professionalisierten Sport sehen, völlig egal um welche Sportart es sich dabei handelt. Denken Sie zum Beispiel an die weltberühmte Becker-Faust, die Tennislegende Boris Becker nach wichtigen Punkten immer wieder geballt hat. Im Fußball können wir immer wieder sehen, dass sich Spieler nach einer guten Aktion selbst beklatschen. Ganz besonders nach gescheiterten Aktionen. Es wird sich nicht selbst runtergezogen – es wird sich selbst aufgebaut, und zwar durch positive Selbstgespräche. Nicht nur wenn man erfolgreich war, sondern bereits auf dem Weg dahin.
    Seien Sie gut zu sich und loben Sie sich

Selbstbewusstsein stärken: Auswirkungen auf andere Bereiche

Wollen wir unsere Ziele im Leben erreichen, brauchen wir nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch noch andere Fähigkeiten. Auf einige dieser Fähigkeiten hat unser Selbstbewusstsein direkten Einfluss. Es ist quasi wie ein Schneeballsystem: arbeiten wir an unserem Selbstbewusstsein, profitieren auch andere Bereiche davon.


Resilienz

Resilienz ist die Fähigkeit persönliche Krisen, Schicksalsschläge, Verluste aber auch Niederlagen und Rückschläge erfolgreich zu meistern. Oftmals werfen uns Widrigkeiten, Krisen oder Rückschläge aus der Bahn. Sie schlagen uns auf die Motivation und werden mitunter eine Belastung für unsere Gesundheit. Was fehlt ist die innere Widerstandskraft (Widerstandsfähigkeit), solche Situationen zu meistern ohne daran kaputt zu gehen. Ein gesundes Selbstbewusstsein und daraus resultierendes Selbstvertrauen hilft, resilienter durchs Leben zu gehen. Selbstbewusste Menschen sind davon überzeugt, Herausforderungen und Krisen bewältigen zu können. Dadurch gehen sie auch ganz anders mit dem Scheitern und Misserfolg um. Eine Krise als Chance zu sehen kann nur funktionieren, wenn ein gesundes Selbstvertrauen vorhanden ist.

Motivation

Es gibt viele Faktoren und Strategien, die unseren Weg zum Erfolg positiv beeinflussen. Der wohl wichtigste Erfolgsfaktor ist die Motivation. Wir können die größten Ziele im Leben haben, ohne Motivation werden wir sie nicht erreichen. Weil wir gar nicht erst ins Handeln kommen. Viele Menschen kommen auch gar nicht erst ins Handeln, weil ihnen der Glaube an sich und die eigenen Fähigkeiten fehlt. Das drück natürlich ebenso gewaltig auf die Motivation. Selbstbewusste Menschen gehen demnach oftmals motivierter durchs Leben.

Mindset

Ein gesundes Selbstbewusstsein wirkt sich automatisch auf Ihr Mindset aus. Sie werden automatisch mehr in Ihrem Leben erreichen, sind resistenter gegen Widrigkeiten und strahlen dazu noch wesentlich mehr aus. Auch die Gedanken von selbstbewussten Menschen sind oftmals positiver. Wer also die Macht der Gedanken nutzen möchte, der sollte sein Selbstbewusstsein stärken.

Mentale Stärke

Mentale Stärke ist eine Fähigkeit, die oft von Menschen bewundert wird. Wir sehen sie, wenn andere unter Druck ihre beste Leistung abrufen oder unter Extrembedingungen 100 % leistungsfähig sind. Dabei kann jeder von uns lernen, mental stark durchs Leben zu gehen. Dazu sollten wir aber in einem ersten Schritt an unserem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen arbeiten.

Selbstbewusstsein stärken gehört in die Schule

Unser Selbstvertrauen wird in unseren ersten 15 Lebensjahren entscheidend geprägt. Größtenteils durch unser Elternhaus, unserem Umfeld und der Schule. In einer modernen Schule sollte es ein Schulfach zur Stärkung des Selbstbewusstseins geben.


Viele junge Menschen leiden unter einen schwachen Selbstbewusstsein. Vor allem veraltete Glaubenssätze von Lehrern können hierfür verantwortlich sein. Um Beispiel wenn sie Schülern sagen, dass ihre Noten so schlecht sind, das später nichts aus ihnen wird. Das drückt mächtig auf das Selbstbewusstsein junger Menschen. Noten haben nur sehr selten einen Einfluss auf den Werdegang. Solche Botschaften richten also großen Schaden an. Natürlich kommt es auch darauf an, mit welchen Glaubenssätzen Kinder in ihrem Elternhaus erzogen werden.

Junge Menschen sollten daher in der Schule schon daran arbeiten, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Es gibt zahlreiche Schüler, die zum Beispiel mit einem Schülercoach zusammenarbeiten. Dieser arbeitet in einem Schülercoaching unter anderem auch an einem gesunden Selbstbewusstsein. Schüler profitieren davon ein Leben lang. Auch für die Schulzeit stehen die Vorteile klar im Vordergrund: Weniger Prüfungsangst, gesteigerte Lernmotivation und ein selbstsicheres Auftreten.

Solch ein Coach arbeitet in der Praxis auch mit Lehrerinnen und Lehrern (Lehrerfortbildung) zusammen. Dieser kann zum einen helfen, das Selbstbewusstsein der Lehrer zu steigern, denn auch diese können hier Defizite aufweisen. Auf der anderen Seite kann ein Coach Tipps und tricks geben, wie die Lehrer selbst das Selbstvertrauen ihrer Schülerinnen und Schüler steigern können.