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Erfolgreich werden: was der Weg verlangt

Erfolgreich werden hat keine Anleitung, aber es hat einen Preis. Diese Seite zeigt, woraus er besteht und was dabei nicht hilft.
Wer im Internet nach Erfolgstipps sucht, findet Listen mit zehn Schritten, sieben Gewohnheiten oder drei Regeln. Markus Czerner hält von diesen Listen wenig, und er nennt auch den Grund dafür. Was es stattdessen gibt, sind Voraussetzungen. Ohne sie passiert nichts, und sie sind unbequemer als jede Liste.


Wie wird man erfolgreich? Nicht über eine Anleitung

Erfolgsratgeber haben ein Problem mit ihrer Stichprobe. Sie untersuchen Menschen, die es geschafft haben, und leiten aus deren Verhalten Regeln ab. Was dabei fehlt, sind alle anderen: die Menschen, die genau dasselbe getan haben und trotzdem gescheitert sind. Sie schreiben keine Bücher und werden nicht interviewt.

Deshalb beschreiben diese Listen das Ergebnis und nicht den Weg. Wer früh aufsteht, Tagebuch führt und kalt duscht, hat die Gewohnheiten erfolgreicher Menschen und noch nicht ihren Erfolg.

Was bleibt, sind Voraussetzungen. Sie garantieren nichts, aber ohne sie geht es nicht. Drei davon stehen hinter jedem Weg, den Markus Czerner kennt, den eigenen eingeschlossen.

Erfolgreich werden hat einen Preis: Verzicht

Von außen sieht man das Ergebnis. Was es gekostet hat, sieht man nicht.


Ich wollte Tennisprofi werden. Das war kein Wunsch, das war der Plan.

Als die anderen in meinem Alter feiern gegangen sind, habe ich mich auf den nächsten Trainingstag vorbereitet. Früh ins Bett, weil am Morgen ein Match war. Das klingt nach Disziplin, und es war vor allem eine Entscheidung: Ich war von Anfang an bereit, auf ein soziales Leben zu verzichten.

Profi geworden bin ich nicht. Mit neunzehn war die Tenniskarriere vorbei.

Verzicht ist keine Tugend, er ist eine Rechnung. Zeit und Aufmerksamkeit sind begrenzt, und wer sie in eine Sache steckt, nimmt sie aus einer anderen heraus. Das gilt unabhängig davon, ob am Ende etwas daraus wird.

Deshalb ist die ehrlichste Frage am Anfang eines Vorhabens nicht »Wie erreiche ich das?«, sondern »Was gebe ich dafür auf?«. Wer darauf keine Antwort hat, hat das Ziel noch nicht ernst genommen. Je größer das Ziel, desto größer der Verzicht.

Und der Verzicht bleibt auch dann eine Erfahrung, wenn das Ziel nicht erreicht wird. Wer einmal über Jahre auf etwas verzichtet hat, weiß danach, dass er es kann. Das ist keine Belohnung, aber es ist etwas, das bleibt.

Was es außerdem braucht, um erfolgreich zu werden

Zwei Voraussetzungen kommen hinzu, und beide werden meistens in Sätzen beschrieben, die nichts mehr aussagen.


Arbeit, die niemand sieht

»Erfolg kommt von harter Arbeit« ist richtig und abgenutzt. Konkret wird der Satz an einer Stelle: Was von einer Leistung sichtbar ist, ist ein Bruchteil der Zeit, die darin steckt. Ein Vortrag von 45 Minuten hat Wochen Vorbereitung hinter sich, und niemand im Saal sieht sie.

Viele Menschen wollen Außergewöhnliches erreichen und sind bereit, Durchschnittliches zu leisten. Das ist der Punkt, an dem es auseinanderfällt. Wer Durchschnittliches leistet, erreicht Durchschnittliches, und das ist keine Härte, sondern Arithmetik.

Entscheidungen ohne Sicherheit

Der Begriff Komfortzone ist zum Poster geworden. Was er beschreibt, ist einfacher: Entwicklung passiert dort, wo das Ergebnis offen ist. Wer nur Dinge tut, deren Ausgang er kennt, lernt nichts Neues über sich.

Das heißt nicht, dass Risiko ein Wert ist. Es heißt, dass jede Entscheidung, die etwas verändert, ohne Garantie getroffen wird. Dafür braucht es weniger Mut als Selbstvertrauen, und das Selbstbewusstsein stärken ist der Teil davon, an dem sich tatsächlich arbeiten lässt.

Erfolg im Leben: das Bild, das nicht Ihres ist

Bevor es um den Weg geht, lohnt ein Blick auf das Ziel. Dort steckt bei den meisten Menschen ein fremdes Bild.


Das Erfolgsbild, das in Medien und sozialen Netzwerken täglich wiederholt wird, besteht aus Geld, Besitz, Macht und Sichtbarkeit. Der Wagen vor der Tür, die Uhr am Arm, die Marke auf dem Pullover.

Der Einwand dagegen ist kein moralischer. Er ist ein praktischer: Das sind fremde Maßstäbe. Wer sie übernimmt, arbeitet auf ein Ziel zu, das jemand anderes gesetzt hat, und merkt das oft erst, wenn er es erreicht hat.

Markus Czerner formuliert es so: Erfolg entsteht nicht außen. Was von außen kommt, ist die Bestätigung, und die ist nicht dasselbe.

Was Erfolg genau ist und welche zwei Bedingungen zu einer brauchbaren Definition gehören, steht auf der Seite zu der Frage, was ist Erfolg.

Erfolgreich sein: vier Dinge, die den Unterschied machen

Vier Punkte, die sich von den Voraussetzungen unterscheiden: Diese hier kann man ab morgen anders machen.


Ziele, die von Ihnen selbst kommen

Ein Ziel verändert die Wahrnehmung. Wer eines hat, bemerkt Gelegenheiten, die vorher an ihm vorbeigegangen sind. Entscheidend ist dabei die Herkunft: Ein Ziel, das aus fremden Erwartungen stammt, hält der ersten Schwierigkeit nicht stand, weil der Grund dafür nicht der eigene ist.

Scheitern einplanen

Zwischen den meisten Menschen und ihrem Vorhaben steht die Angst, es nicht zu erreichen. Dabei ist das Ergebnis dasselbe, ob man es nicht versucht oder es versucht und scheitert. Wer scheitert, hat zusätzlich die Information, woran es lag. Darum geht es beim Scheitern: nicht um Zuversicht, sondern um die Auswertung.

Menschen, die weiter sind

Alleine geht es, aber selten. Wer Unterstützung von Menschen sucht, die den Weg schon gegangen sind, spart sich einen Teil der Fehler. Wichtig ist die Richtung: Ein Netzwerk aus Gleichgesinnten bestätigt, ein Netzwerk aus Menschen, die weiter sind, korrigiert.

Der eigene Grund

Motivation, Disziplin und Willensstärke sind nicht die Ursache, sie sind das Ergebnis. Dahinter steht der Grund: Warum ist dieses Ziel so wichtig, dass es den Verzicht rechtfertigt? Wer darauf eine Antwort hat, braucht sich um Motivation kaum zu kümmern, weil sie dann aus dem Inneren kommt. Das ist der Unterschied zwischen äußerer und intrinsischer Motivation.

»Erfolg ist kein Glück«: das Buch dazu

»Alles Kopfsache« trägt den Untertitel »Erfolg ist kein Glück« und stellt die Frage, wie weit Erfolg planbar ist. Die Antwort kommt aus dem Spitzensport, dort ist Vorbereitung messbar und Zufall die Ausnahme. Das Buch hat die Bestsellerlisten erreicht.

Zum Erfolgsbuch

Alles Kopfsache: Erfolg ist kein Glück Alles Kopfsache: Erfolg ist kein Glück

Über den Autor

Die Voraussetzungen auf dieser Seite sind nicht aus Büchern abgeschrieben.

Markus Czerner ist Keynote Speaker für Motivation, Resilienz, Change Management und Fehlerkultur. Seit 2012 stand er bei über 500 Auftritten in sechs Ländern auf der Bühne, vor Gruppen bis 3.500 Menschen.

Das founders Magazin zählt ihn zu den besten Rednern Deutschlands, das Erfolg Magazin zu den 500 wichtigsten Köpfen der Erfolgswelt. Er hat sieben Bücher geschrieben, zwei davon haben die Bestsellerlisten erreicht.

Seinen eigenen Weg hat er zweimal von vorne begonnen: einmal, als mit neunzehn die Tenniskarriere endete, und einmal, als er einen sicheren Job ohne Plan B aufgab. Beide Male war Verzicht der Einstieg und nicht das Ergebnis.

Über Markus Czerner

Der Mensch Markus Czerner Der Mensch Markus Czerner

Erfolg als Vortragsthema

Markus Czerner spricht vor Unternehmen darüber, was Leistung voraussetzt und was sie kostet.