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ERFOLG.
IM.
LEBEN.

Von Markus Czerner, Keynote Speaker und Buchautor. Sieben Bücher, zwei davon Bestseller, darunter »Erfolg ist kein Glück«

Was ist Erfolg? Definition, Bedeutung und Missverständnisse

Erfolg ist das Erreichen eines Ziels, das man sich selbst gesetzt hat. Entscheidend sind dabei zwei Bedingungen: Das Ziel muss aus eigenen Maßstäben stammen und nicht aus fremden Erwartungen, und es muss erreicht sein, nicht nur angestrebt. Daraus folgt, dass Erfolg messbar ist und für jeden Menschen trotzdem anders aussieht.


Die Definition von Erfolg

Für den Begriff Erfolg gibt es mehrere Definitionen. Sie widersprechen sich nicht, sie messen Verschiedenes, und je nachdem, welche gilt, fällt die Antwort anders aus.

Die klassische Definition

Im Wörterbuch steht Erfolg für das positive Ergebnis einer Anstrengung. In der Betriebswirtschaft bezeichnet er die Differenz zwischen Aufwand und Ertrag. Im Alltag meinen die meisten Menschen etwas Drittes: Karriere, Einkommen, Ansehen, Statussymbole.

Diese drei Bedeutungen haben eines gemeinsam. Sie messen das Ergebnis an einem Maßstab, der von außen kommt.

Warum die Definition allein nicht genügt

Die klassische Definition sagt, wann ein Ziel erreicht ist. Sie sagt nicht, ob es das richtige Ziel war.

Wer sich nur an gesellschaftlichen Maßstäben orientiert, kann alle Ziele erreichen und am Ende ein Leben führen, das mit den eigenen Werten nichts zu tun hat. Deshalb lohnt die Unterscheidung zwischen einem erreichten Ziel und einem erfüllten. Erfolg im engeren Sinn ist das erste. Was die meisten Menschen suchen, wenn sie nach Erfolg fragen, ist das zweite.

Erfolg ist damit kein Zustand, sondern ein Prozess. Er verschiebt sich mit den Lebensphasen, und das ist kein Mangel an Klarheit, sondern normal.

Erfolg ist kein Glück

»Der hat eben Glück gehabt.« Das ist die häufigste Erklärung für fremden Erfolg und gleichzeitig die bequemste Erklärung für eigenen Misserfolg. Wenn Erfolg Glück ist, dann ist Misserfolg Pech, und dann ist niemand zuständig.
Diese Rechnung geht nicht auf.


Was als Glück gelesen wird

Was in unserer Gesellschaft Glück genannt wird, sind meist Chancen, die jemand selbst hergestellt hat. Glück passiert dort, wo Vorbereitung auf eine Möglichkeit trifft. Zufälle gibt es, aber die Bedingungen, unter denen ein Zufall nützlich wird, lassen sich schaffen.

Dass das fehlende wohlhabende Elternhaus, die schlechten Noten oder die schwere Kindheit alle Chancen zunichtemachen, ist ebenfalls eine dieser bequemen Rechnungen.

Drei Lebensläufe, die als Glück gelesen werden

Jan Koum wurde in Kyiv geboren und kam mit sechzehn Jahren mit seiner Mutter nach Kalifornien, wo beide zunächst von staatlicher Unterstützung lebten. Er putzte Böden in einem Geschäft und brachte sich den Umgang mit Computern selbst bei. 2009 gehörte er zu den Gründern von WhatsApp, das 2014 von Facebook übernommen wurde.

Shahid Khan wanderte aus Pakistan in die USA aus und arbeitete während seines Studiums als Tellerwäscher für 1,20 Dollar die Stunde. Heute gehören ihm Flex-N-Gate, die Jacksonville Jaguars und der englische Fußballclub Fulham.

Oprah Winfrey wuchs in einer armen Familie in Mississippi auf, gewann ein Stipendium an der Tennessee State University und wurde mit neunzehn Jahren Fernsehkorrespondentin. Was danach kam, ist bekannt.

Was ich selbst darüber gelernt habe

Ich habe das Manuskript zu »Alles Kopfsache« an Verlage geschickt und Absagen bekommen. Das Buch ist heute ein Bestseller.

Hätte das Buch sich nie verkauft, wäre die Erklärung einfach gewesen: Pech, falscher Zeitpunkt, schwieriger Markt. Weil es sich verkauft hat, heißt es heute Glück. Dieselbe Entscheidung, dieselbe Arbeit, zwei völlig verschiedene Erklärungen, und beide erklären nichts.

Vorher war ich auf dem Weg zum Tennisprofi. Dieser Weg ging nicht auf. Beides zusammen hat mir dasselbe gezeigt: Der Unterschied liegt nicht im Ergebnis, sondern darin, was man nach dem Ergebnis tut.

Erfolg aus verschiedenen Blickwinkeln

Je nach Lebenssituation, Herkunft und Prägung wird Erfolg unterschiedlich definiert. Wer das Thema verstehen will, sollte diese Blickwinkel kennen, weil der eigene meist nicht der einzige im Raum ist.


Erfolg im Beruf und Erfolg im Privatleben

In einer leistungsorientierten Gesellschaft gilt beruflicher Erfolg oft als Maßstab für das ganze Leben: Karriere, Einkommen, Titel. Erfolg im Privatleben zeigt sich leiser, in belastbaren Beziehungen, in Gesundheit, in der Fähigkeit, Zeit für andere und für sich zu haben. Die beiden stehen nicht gegeneinander, sie fallen nur selten gleichzeitig an.

Gesellschaftliche und persönliche Erfolgsdefinition

Gesellschaften vermitteln klare Erfolgsbilder: das richtige Studium, das gute Gehalt, das vorzeigbare Leben. Diese Fremdbilder erzeugen Druck und führen in die Irre, sobald sie die eigenen Maßstäbe ersetzen. Für einen Menschen ist es ein Erfolg, ein Unternehmen zu gründen, für den nächsten, mehr Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Beides gilt.

Kulturelle Unterschiede im Erfolgsverständnis

In westlichen Ländern wird Erfolg häufig mit Individualismus, Status und Wettbewerb verbunden. In anderen Kulturen zählen Gemeinschaft, Harmonie und Zurückhaltung stärker. Und während Scheitern in den USA oft als notwendiger Zwischenschritt gilt, bedeutet es in Teilen Asiens Gesichtsverlust. Erfolg ist also kein objektiver Maßstab, sondern ein Begriff, den das Umfeld prägt.

Sechs Voraussetzungen für Erfolg

Erfolg fällt nicht vom Himmel, aber er ist auch kein Geheimnis. Was ihn wahrscheinlicher macht, ist bekannt und in jedem Lebensbereich dasselbe.


Klare Ziele

Wer nicht weiß, wohin er will, kann nicht wissen, wann er angekommen ist. Konkrete, messbare Ziele schaffen Fokus und machen Fortschritt sichtbar. Dazu gehört, sich auf ein Ziel festzulegen statt auf fünf.

Disziplin

Große Ziele erreicht niemand über Nacht. Disziplin bedeutet, die kleinen Schritte auch an den Tagen zu gehen, an denen die Motivation fehlt. Sie ist der Ersatz für Begeisterung, und sie ist zuverlässiger.

Haltung

Eine positive Haltung heißt nicht, Probleme schönzureden. Sie heißt, in Möglichkeiten zu denken statt in Grenzen. Wie weit das reicht, zeigt die Macht der Gedanken.

Größe des Anspruchs

Die meisten Menschen begrenzen sich durch ihre eigenen Annahmen darüber, was möglich ist. Wer sich Großes nicht vorstellen kann, wird es nicht erreichen, und zwar nicht aus Unfähigkeit.

Umgang mit Misserfolg

Erfolgreiche Menschen scheitern nicht seltener, sie gehen anders damit um. Jeder Rückschlag enthält eine Information. Wer Misserfolg nur als Niederlage liest, verliert sie.

Weiterentwicklung

Was heute funktioniert, funktioniert nicht dauerhaft. Offenheit für Neues und die Bereitschaft, Gewohntes aufzugeben, entscheiden darüber, ob Erfolg hält.

Welche Fähigkeiten Erfolg verlangt

Die Voraussetzungen oben beschreiben, was zu tun ist. Die folgenden fünf Fähigkeiten beschreiben, was dafür nötig ist. Alle fünf sind erlernbar, und genau das ist der Punkt.


Resilienz

Die Fähigkeit, Krisen, Verluste und Rückschläge zu überstehen, ohne daran zu zerbrechen. Sie ist kein Charakterzug, sondern lässt sich aufbauen, wie die sieben Säulen der Resilienz zeigen.

Motivation

Was Motivation ausmacht, ist nicht die Begeisterung am ersten Tag, sondern die Fähigkeit, am sechzigsten weiterzumachen. Wille ist dabei nur ein anderes Wort für dieselbe Sache.

Mentale Stärke

Auf dem Weg zu jedem größeren Ziel steht Misserfolg. Mentale Stärke entscheidet, was in diesen Phasen passiert und was danach.

Fehlerkultur

Wer Fehler verbergen muss, kann aus ihnen nicht lernen. Eine positive Fehlerkultur ist die Voraussetzung für Entwicklung, im Unternehmen wie bei sich selbst.

Erfolgsverhinderer: Was Erfolg blockiert

Es reicht nicht zu wissen, was zu Erfolg führt. Die häufigeren Gründe, warum Menschen ihr Vorhaben nicht erreichen, liegen auf der anderen Seite.


Angst vor dem Scheitern

Wer Angst hat zu versagen, verfolgt seine Ziele nicht ernsthaft. Scheitern ist kein Ende, sondern meist der Anfang einer Entwicklung.

Fehlende Klarheit

Unklare Prioritäten und wechselnde Ziele führen zu Stillstand. Niemand handelt mit voller Kraft an einem Ziel, das er selbst nicht benennen kann.

Selbstzweifel

Zweifel wirken wie eine innere Bremse. Sie lassen zögern, klein denken und Gelegenheiten verstreichen. Selbstvertrauen ist dabei keine Eigenschaft, sondern das Ergebnis von Erfahrungen.

Perfektionismus

Perfektionismus sieht wie Stärke aus und verhindert das Anfangen. Umgesetzt und gut ist mehr als perfekt und nie gestartet.

Erfolg ist kein Glück

Das Erfolgsbuch von Markus Czerner. Es geht darin um die mentalen Voraussetzungen, ohne die auf der Handlungsebene nichts passiert.

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Alles Kopfsache: Erfolg ist kein Glück Alles Kopfsache: Erfolg ist kein Glück

„Es gibt nur einen Erfolg: das Leben nach seinen eigenen Vorstellungen leben zu können.“

Markus Czerner, Buchautor und Keynote Speaker

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Inspiration für mehr Erfolg

In seinem Impulsvortrag über Erfolg spricht Markus Czerner darüber, welche Haltung dafür nötig ist. Der Vortrag gehört zu seinem Buch »Erfolg ist kein Glück«. Das founders Magazin zählt ihn zu »einem der besten Redner Deutschlands«.

Häufige Fragen zu Erfolg

Rund um den Begriff Erfolg wiederholen sich wenige Fragen immer wieder. Hier stehen die Antworten darauf, kurz gehalten, weil eine Definitionsfrage Klarheit braucht und keine Länge.


Erfolg ist das Erreichen eines selbst gesetzten Ziels. Diese Definition hat zwei Bedingungen: Das Ziel muss aus eigenen Maßstäben stammen, und es muss erreicht sein. Darüber hinaus gibt es engere Definitionen, etwa die betriebswirtschaftliche als Differenz zwischen Aufwand und Ertrag.

Persönlicher Erfolg ist Erfolg, der an selbst gewählten Maßstäben gemessen wird und nicht an gesellschaftlichen. Er lässt sich nicht vergleichen, weil die Maßstäbe verschieden sind. Genau das macht ihn belastbarer als Erfolg, der auf fremde Zustimmung angewiesen ist.

Erfolg im Leben ist erreicht, wenn das eigene Tun mit den eigenen Werten übereinstimmt. Dafür gibt es keinen allgemeinen Maßstab. Ein hilfreicher Prüfstein ist die Frage, ob ein Ziel verfolgt wird, weil es wichtig ist, oder weil andere es erwarten.

Erfolg bedeutet im Alltag meist äußere Anerkennung: Karriere, Einkommen, Status. Diese Bedeutung ist verbreitet, aber unvollständig, weil sie das Ergebnis an fremden Maßstäben misst. Die tragfähigere Bedeutung ist das Erreichen dessen, was einem selbst wichtig ist.

Erfolg ist überwiegend Arbeit. Glück spielt eine Rolle, aber die Bedingungen, unter denen ein glücklicher Zufall nützlich wird, lassen sich herstellen. Was von außen wie Glück aussieht, ist meist Vorbereitung, die auf eine Gelegenheit getroffen ist.

Gebräuchliche Synonyme sind Gelingen, Errungenschaft, Resultat und, je nach Zusammenhang, Durchbruch oder Triumph. Im betriebswirtschaftlichen Gebrauch steht Erfolg für das Ergebnis einer Rechnungsperiode. Keines dieser Wörter deckt die persönliche Bedeutung vollständig ab.

Über den Autor: Markus Czerner

Markus Czerner ist Keynote Speaker und Buchautor. Er stand seit 2012 über 500 Mal auf Bühnen in sechs Ländern und hat sieben Bücher geschrieben, zwei davon sind Bestseller. Eines trägt den Titel »Erfolg ist kein Glück«.

Als angehender Tennisprofi hat er früh erlebt, wie viel im Kopf entschieden wird, später hat er in der Formel 1 im Management eines Fahrers gearbeitet. Wer mehr darüber wissen will, wie Erfolg entsteht, findet dort den nächsten Schritt.

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